19 - Fortschritt - der ISÖ-Podcast - Folge 19 - Was heißt Spiritualität heute?

Shownotes

Anthroposophische Gesellschaft in Deutschland: https://www.anthroposophie.de

Monika Elbert – Kurzbiografie: https://www.anthroposophie.de/teammitglied-monika-elbert/

Goetheanum Dornach: https://goetheanum.ch/de

Rudolf Steiner Gesamtausgabe: https://steinerverlag.com/

Demeter Deutschland: https://www.demeter.de/

Waldorfpädagogik: https://www.waldorfschule.de/

Rudolf Steiner: Wie erlangt man Erkenntnisse der höheren Welten?: https://anthrowiki.at/WieerlangtmanErkenntnissederh%C3%B6herenWelten%3F und hier eingesprochen von Michael Opielka als Hörbuch bei Spotify: https://www.isoe.org/veroeffentlichungen/hoerbuecher/hoerbuch-rudolf-steiner-wie-erlangt-man-erkenntnisse-der-hoeheren-welten-gelesen-von-michael-opielka-2025/

Johannesevangelium-Vorträge Rudolf Steiners: https://anthrowiki.at/Das_Johannes-Evangelium

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00:00:16: Herzlich Willkommen zu Fortschritt der ISE.

00:00:20: Podcast Gespräche über soziale Nachhaltigkeit und was sonst wirklich wichtig ist.

00:00:27: Heute Folge neunzehn, was heißt Spiritualität heute?

00:00:32: Mein Gast unser Gast ist Monika Elbert, Generalsekretärin der Anthroposogwissenschaft in Deutschland.

00:00:40: Ich bin hier dein Gast, hinter uns sehen wir Überstellpumps Skulpturen.

00:00:45: Wir befinden uns im Wohler-Steinerhaus in Stuttgart, der übrigens mal eine Heimat ist, aber auch die Heimat der Anthroposophie, auch wenn sie jetzt in Donner hat.

00:00:59: Hier in Stutthart ist sicherlich der regste Umfeld der Anthroosophien, muss man schon sagen.

00:01:06: Gleich daneben an ist die erste Waldorfschule von Wilhelm Mold, damals Waldorf.

00:01:12: Emil

00:01:12: Mold?

00:01:12: Ja, bringe

00:01:14: ich schon mal zwei mal.

00:01:15: Emil, danke vielmals!

00:01:16: Du wirst mich doch oft kollegieren können.

00:01:19: Emil Molt, der ist gerade auf Jubiläumfall aus, hundertmal bist du so präsent.

00:01:24: und Waldorf war die Waldorf Astoria Zigarettenfabrik, die er ihm gehörte und der wollte für seine Arbeiter eine fortschrittliche Schule aufbauen.

00:01:35: Fortschritt... Da passt es auch zum Podcast Fortschritt.

00:01:39: Fortsschritt, aber Forts schritt auch wohin?

00:01:42: Das wird unser Gespräch ja auch sein.

00:01:44: Spiretualität sowie du sie verstehst und wie ich sie hoffentlich irgendwann auch verstehe.

00:01:50: Du bist da zweifellos weiter als ich ist etwas wo wir auch auf ein Ziel hingehen, wo wir von der Zukunft her ankommen.

00:01:57: Wir wollen beginnen mit einem kleinen Blick zurück in die Biografie.

00:02:01: Vielleicht kannst du mir einfach nochmal zwei drei Sätze sagen Wie bist du hier gelandet?

00:02:04: Warum Land bist du hier generatet?

00:02:07: Das ist ein langer Weg.

00:02:11: Also ich komme ja aus Ausbildungsmäßig, aus dem kaufmännischen Bereich war dann selber Unternehmerin.

00:02:21: als junger Mensch mit meinem Bruder zusammen und mit Freunden also das war sozusagen was man heute Start-up nennt haben wir damals einen Unternehmen begründet.

00:02:33: Ich, als mein Bruder dann tödlich verunglückte plötzlich durch einen Unfall bin ich zur Anthroposophie gekommen.

00:02:41: Das war jetzt vor etwa vierzig Jahren.

00:02:44: Ich war damals sechsundzwanzig Jahre.

00:02:46: Es hat sehr eingeschlagen bei mir.

00:02:48: Ich bekam ein Buch von Rudolf Steiner in die Hand gedrückt wenige Tage nach dem Tod Die Verbindung zwischen Lebenden und Toten Und das hat total bei mir eingeschlagen dass man dann reinkarnationsgedanken wirklich Denken kann, nachdenken kann wirklich aufzeichnen kann wie die Folgeabfolge im Leben nachtotlich und vorgeburtlich dem dann auch geht.

00:03:17: Das hat mich so begeistert dass ich dann in die Anthroposophie eingestiegen bin und ich habe dann die Grundlagenwerke gelesen und bin dann bald auch initiativ geworden Und habe mich von Initiative zu Initiative gearbeitet, bis ich jetzt heute hier erst im Vorstand vor fünf Jahren begonnen hab und vor vier Jahren dann als Generalsekretärin.

00:03:42: Das ist keine ganz einfache Aufgabe.

00:03:47: Keine ganz einfachen Aufgaben, das kann ich mir vorstellen weil du bist natürlich viel unterwegs.

00:03:51: Das ist ein wichtiger Punkt als Genachhalte.

00:03:53: Denn musst du ja auch den Laden zusammenhalten.

00:03:56: Du musst auch Kontakt pflegen und initiativen Betreuen begleiten.

00:04:01: Du wohnst auch nicht hier gleich vor Ort, sondern du musst dann immer her pendeln.

00:04:06: Aber ihr macht ja schon viel aus dem Homeoffice mittlerweile.

00:04:08: Und unbedingt

00:04:09: ja!

00:04:10: Viel Home-Office und viel Deutsche Bahn sozusagen.

00:04:14: Da arbeite ich auch ganz viel im Zug weil ich lange Reisen dann immer doch habe und jeder Androposophtipp tickt auch ein bisschen anders.

00:04:26: Also wir haben mit einer großen Bandbreite von Menschen auch zu tun, die verschiedenste Ansprüche an Erhalten bewahren und erneuern und befreien.

00:04:37: also alles ist zu finden und wir müssen da sozusagen gesprächsfähig sein für alle

00:04:45: Bemühungen

00:04:45: Bestrebungen und Intentionen, die dann in so einem großen Verein auch leben.

00:04:51: Ja, wir werden heute jetzt nicht im Schwerpunkt über Anthroposophie reden.

00:04:55: Sondern wir werden den Bogen weiter spannen durch Spiritualität.

00:04:58: aber dann wollen natürlich nicht verhehlen dass wir aus einer anthroposopischen Tradition kommen.

00:05:02: Wir kommen aber beide auch aus einer katholischen Traditions die bei dir dann wenn ich mich recht erinnere irgendwann beendet wurde.

00:05:10: mehr oder weniger glaube ich so mit der Pubertät kann man sagen Aber du hast ein sehr iniges katholische

00:05:17: In die katholische

00:05:19: Kindheit gelossen.

00:05:21: Mit Jahresfesten, mit Jahreslauf ...

00:05:23: Als jungstes

00:05:24: Kind

00:05:24: in der Großfamilie das war alles selbstverständlich und die Eltern haben das authentisch gelebt.

00:05:31: Und ich war da irgendwie wie aufgehoben.

00:05:33: Das war gut meine katholische Kindheit aber dann braucht es natürlich mit der Pubertät mehr Stoff, mehr ... Der war die Frage nach Erkenntnis, nach Verstehen wollen nicht nach Glauben wollen?

00:05:47: Okay, diese große Frage werden wir nicht wirklich ganz zu Ende vergeben.

00:05:50: Für mich ist es eine Lebensfrage.

00:05:52: Ich muss sagen für mich war einer der Lösungen für dieses Thema ein Schrift von Rudolf Steiner seine Vorträge über das Johannes-Evergegen.

00:06:00: Die haben mich mit den Augen geöffnet und habe ich übrigens meiner katholischen Geschichte... Ich bin immer noch katholisch, bin sogar Pfarrgemeinderat.

00:06:07: Aber für mich ist dieser Zyklus zum Jahren selber geliefert und ein Schlüsseltext gewesen weil er mir die Substanz des Christentums nahe gebracht hat als denkerische Angelegenheit.

00:06:20: Das ist eine der Punkte, die ja für dich eine große Rolle spielt für mich natürlich auch.

00:06:23: aber diese Frage wir wollen ja nicht einfach nur glauben nicht nur übernehmen wir wollen nicht nur aus der Vergangenheit heben wollen in Zukunft leben

00:06:31: Kann man so sagen.

00:06:32: Das ist ja schon besonders, wie er über die Ausdien-Evangelien spricht aus welcher Kraft diese Evangelien erschließen kann eine vollkommen neue Sicht da an diese alten ehrwürdigen Texte bringen können.

00:06:49: Ja das hat mich auch sehr berührt muss ich sagen.

00:06:52: Also du wirst mir uns jetzt hier in den nächsten knappen guten Stunde wirst du zwei Freunden von Rudolf Steiner begegnen, aber das ist natürlich nicht nur Freunde von Rudolp Steiner.

00:07:02: Das sind auch Freunde der Menschheit, Freunde auch von uns selber und auch Freunde vom Menschen die uns nahe sind.

00:07:08: Unsere Kinder und Enkel.

00:07:10: Und wir sind auch keine Missionare.

00:07:12: Du bist sowieso, auch wenn du Generalsekretärin bist.

00:07:17: Das Mädchen für alles würde ich mal sagen.

00:07:20: Gut!

00:07:21: Also dann werden wir doch mal in verschiedene Themen einsteigen und mal schauen... Wir haben verschiedene Themen uns vorgenommen.

00:07:29: Das Thema war Biografischer Zugang dazu, werden wir gleich noch etwas sagen.

00:07:33: Dann werden wir über zentrale Begriffe nochmal sprechen und wollen auch über Spiritualität und Gesellschaft sprechen.

00:07:41: Ja sehr

00:07:42: schön!

00:07:42: Geh mal ein bisschen in das Konzeptionelle vornehmen.

00:07:44: Ich finde das sehr interessant, wie du das siehst.

00:07:49: Also ich bin insofern mehr dieser Dubio Ergo-Summe dieses Ich zweifle also bin.

00:07:55: Ich stückbusse der Descartes für Typ weil ich natürlich für mich als Wissenschaftler... auch natürlich mein Lebenselex hier.

00:08:03: Also ich stelle die Dinge, also so wie du von der Erfahrung her als Selbstverständlichkeit ausgehst, bezweifle ich die Erfahrung... Bin ich ehrlich?

00:08:16: Bezweifel ich oft auch sogar meine eigene Erfahrung!

00:08:18: Ich halte es nicht für falsch aber ich sage mir sie, hm.

00:08:22: Aber das ist eine Temperamentsfrage glaube ich.

00:08:24: wir sind einfach verschiedene Temperamente.

00:08:25: Also ... Also zum Beispiel bin ich jemand, der ... Ich denke oft dass ich wenig Stimmung Schwankungen habe.

00:08:35: Aber das stimmt nicht!

00:08:36: Wenn ich andere frage wie ich bin dann sage du bist doch manchmal sehr wütend Ja?

00:08:42: Und ich finde eigentlich nicht, dass ich oft... Ich bin dann mein, wenn ich mit mich schnell wieder beruhige.

00:08:48: Aber ich bin kann es schon auch Wüten sein und da denke ich mir mal naja also in welchem Zustand bin ich jetzt eigentlich wahrhaftiger?

00:08:55: Bin ich im Zustand der Gelassenheit oder Geduld verhaftiger oder bin ich wenn ich mich etwas ärger?

00:09:01: bin ich im Zustand der Wut wirklicher?

00:09:05: Oder bin ich in beiden Zuständen wirklich?

00:09:08: Also das war eigentlich mit diesem Zweifel an mir.

00:09:12: Und diese Art von Zweifeltest kann man sagen, ist natürlich nichts Großes zu können als was Kleines aber kann im Detail schon wirklich sehr wichtig sein weil man bezweifelt dann auch... Wie sind meine Beziehungen zu anderen?

00:09:26: Wo gehöre ich eigentlich hin.

00:09:28: Wo ist mein Platz in dieser Welt, wo ist meine Aufgabe zum Beispiel?

00:09:33: Wo soll ich arbeiten?

00:09:35: Worauf soll ich meine Energie konzentrieren?

00:09:37: Das sind ja alles Fragen du für dich sagst.

00:09:39: Du ist das irgendwie selbstverständlich aber es gibt ja vielleicht Menschen zu denen Ich glaube auch Gehöre die da ein bisschen ihre Zweifel dran haben.

00:09:47: bin ich am richtigen Platz.

00:09:49: Kannst du das nachvollziehen oder ist

00:09:51: das

00:09:51: für dich befremdlich?

00:09:54: Also die Zweifel gehören ja dazu, glaube ich.

00:09:56: Weil zu den eigenen tieferen Fragen wirklich führen

00:10:05: auch

00:10:06: und ... Die Zweifels sind mir selber natürlich gut geläufig in aller spirituelle Praxis oder Erfahrung, die ich im Leben gemacht habe.

00:10:18: Im Moment sind sie Erfahrungen... Ja nicht, wie soll ich sagen?

00:10:27: Ich will sie nicht in die Behauptung bringen.

00:10:30: Aber wenn ich dann auf der Lebenslinie schaue was daraus geworden ist zwei Wochen später vier Wochen später oder drei Jahre später wenn ich zurückschau sehe ich doch wie ein gewisser Strom mich sehr gut geführt hat geleitet.

00:10:45: und da daran sozusagen überwinde ich oder bekommen die Zweifel, die kommen an ihren richtigen Ort sozusagen.

00:10:56: Die bekommen ihren richtiger Ort damit.

00:11:00: Ja, das finde ich interessant.

00:11:01: Ich meine im katholischen würde man vielleicht von Schutzengel sprechen oder vom Engel oder so entengelwesen.

00:11:07: Die gibt es aber in einem anderen Besitz auch.

00:11:09: Es gibt ja durchaus spirituelle Begleiter verschiedenster Art und eine ganze Hierarchie.

00:11:14: Das gibt es im Katholismus übrigens auch.

00:11:16: Das ist schon interessante bei Verbindungen, die Hierarchienlehre findest du in der katholischen Kirche.

00:11:22: Es gibt eine eigene Wissenschaft, die nennt sich Angelologie.

00:11:25: Die Engelwissenschaften, die meisten Leute wissen gar nicht, dass es sie gibt aber das gibt sogar Lehrstöfe Angelologie.

00:11:30: also es gibt sowas tatsächlich und da gibt's schon Gemeinsamkeiten weil wir das natürlich mit dieser... Weil auch die katholische Tradition hat ja eine lange, lange Relevanz und die Hetz wirds nicht geben wenn es nicht mehr relevant hätte.

00:11:44: Also wenn sie dann nicht auch ne Wirklichkeit dahinter stehen würde.

00:11:48: Aber der springende Unterschied ist hier dass in der katholischen Kirche, so wie ich es zumindest in meiner Kindheit erlebt habe.

00:11:57: So gelehrt wird das es da Hierarchien gibt die mich beschützen oder mir den Weg zeigen oder auch nicht.

00:12:08: also dass die eigenaktiv tätig sind sag' ich mal anthroposophisch gesehen ist ja der interessante und für mich wirklich springende neue Gedanke dann dazugekommen.

00:12:23: Diese Kräfte, diese Wesen... Also ich sage mir jetzt mal Engel, Schutzengel oder so, sagen wir der Engel.

00:12:30: Der kann nur wirken wenn ich geistig was?

00:12:33: Wenn ich mich aktiviere, der beschützt mich nicht!

00:12:36: Wenn ich selber nichts will von dieser Welt, wenn ich mich nur in meinem So-sein ausruhe, dann kommt da kein Schutz sondern es kommt eigentlich Indem ich geistig aktiv werde, indem ich spirituell mich interessiere.

00:12:53: Indem für die Welt Versuche Verantwortung zu übernehmen... ...dann entsteht der Kontakt.

00:13:02: Da kann er dann mit einsteigen wenn was geschieht.

00:13:07: Das ist wie auf keinen Fall auch eine theologische Achse geht.

00:13:10: Wenn man da hintersteckt und die ganze Frage, ob es ein Protestantismus oder ein Kratolizismus ist, der Gnadenlehre?

00:13:18: Gibt es so etwas wie eine Gnade oder gibt das so etwas als eine Art ... Verdienst, dass du jetzt ansprichst geht es schon ein bisschen ins protestantische.

00:13:27: und das gibt ja auch eine anthroposophische Glaubensgemeinschaft die von Rudolf Steiner in seinen letzten Lebensjahren noch impulsiert worden ist.

00:13:33: Die Christengemeinschaft, die ja eine eigene Religion ist ja keine Religion.

00:13:40: Ist eine spirituelle Weltanschauung kann man schon sagen aber keine Religion.

00:13:45: Aber es gibt auch eine religiöse Gruppe innerhalb der Anthroposophie oder anrandete oder verbunden mit der Anththroposophien die Christen Gemeinschaft.

00:13:52: vielleicht kann man auch sagen, innerhalb der Androposophie.

00:13:55: Aber es ist eben... das ist dann ein Kultus und der ist aber sehr stark vom Protestanten geprägt gewesen.

00:14:02: als die ganzen Gründer der Christen war alles protestantische Geistliche gewesen, fast alle.

00:14:08: Ja,

00:14:09: aber es ist eine Bewegung zur Erneuerung, zur religiösen Erneuierung.

00:14:12: Genau!

00:14:13: Der

00:14:14: Gedanke, ich glaube aus der protestantischen Seite stammt ja auf dieser Gedankel, den du gerade ansprichst dass wir etwas tun müssen dass wir eine Aktivität entfalten müssen.

00:14:25: Und deine Kritik am Katolizismus an deiner erinnerten katolistologischen Tradition ist ja, naja das auch so ein bisschen wie eine Passivierung und eine Gehorsamshaltung daraus werksen kann.

00:14:37: ich muss ja also ich gebe mich dem göttlichen Ratschluss hin.

00:14:44: Also im Grunde so eine bislang religiöse Passivitäts fast so eine Dulsammkeit oder so eine religiöser Unterwürflichkeit.

00:14:52: Habe ich bei dir rausgehört, das wäre das Bild?

00:14:53: Ja.

00:14:54: Aber ich habe da eigentlich gar keine Kritik dran.

00:14:56: Ich kann nur sagen, dass hat mir nicht gereicht.

00:14:59: Ich bin dankbar mit der Anthroposophie und mit dem was sich sonst auch philosophisch und so weiter versuchen wir zu erarbeiten, dass ich da Neues an die Hand bekommen hab, was mich weiterführt, was mir wirklich den Weg eröffnet hat.

00:15:16: Ja, dann gehen wir vielleicht noch mal einen kleinen Schritt zu diesen Begrifflichkeiten.

00:15:19: Du hast vor dem Begriff der Intelligie von Alles Toteles angesprochen als ein philosophisches Konzept was dich zutiefst berührt hat?

00:15:28: Ja.

00:15:28: Vielleicht kann man da noch zwei drei Sätze dazu sagen weil ich das finde schon in fundamentalen Gedanken den du ansprichst.

00:15:33: Da kannst du nur mal zwei drei sätze dazu sagten

00:15:37: Naja also dass wirklich verstehen zu wollen und das kann man verstehen, wenn man sich auseinandersetzt damit.

00:15:48: Dass man von dem Ziel was eigentlich in mir, des Potenziales, was in mir liegt, das Ziel, das tieferer Ziel des Menschseins, wenn ich von dem mich ziehen gezogen fühle erleben darf sozusagen.

00:16:03: Wenn das meine innere Ausrichtung ist dann bin ich ja immer mit der Frage Wie kann ich Zukunft gestalten, eigentlich befasst?

00:16:14: Also nicht was ist aus mir geworden weil sondern Was könnte aus mir werden wenn also wenn Ich wirklich Verantwortung übernehmen Für das was um mich rum wahrzunehmen Ist.

00:16:29: Was ich sehe für die für Das lebendige auch für Die Umwelt für jetzt.

00:16:35: wir haben natürlich Jetzt sehr massiv in unserem Zeitalter die Frage nach der Lebendigkeit der Erden, nach der Zukunft unseres Bodens und so weiter.

00:16:45: Also wenn wir da wirklich aus der Verantwortung leben wollen, dann haben wir sozusagen... Ja das habe ich durch Aristoteles, durch diesen Ente-Lichiebegriff eigentlich glaube ich tiefergehend begriffen.

00:16:59: Und was mir sehr gut ... Es ist jetzt zu einfach gesagt, was mich berührt hat.

00:17:10: Wenn ich mich mit mittelalterlichen Theologen-Philosophen, das ja dann irgendwie eins war, muss ich sagen bei Alberdus Magnus Thomas von Aquinn und so, wenn die Aristoteles weiter versucht haben zu bearbeiten... für die damalige Zeit verfügbar zu machen, aufzuschließen.

00:17:33: Dann wurde das Gute so wichtig und das Guter als das Stimmige war im Mittelalter ein großer Begriff.

00:17:40: Was ist Stimmig?

00:17:41: Also gut ist was Stimmiges und diesen Begriff jetzt auf die heutige Zeit zu versuchen sich wie soll ich sagen zu verlebendigen also im sozialen im verantwortlichen Umgang mit allem, was ich tue sozusagen nach dem Stimmigen zu fragen.

00:18:05: Das ist die Spur, die da sozusagen, die ich so beschreiben kann und wo ich den Eindruck habe das hat viel Mitaufmerksamkeit zu tun dass es ja ein Begriff der sehr sozusagen Platz gegriffen hat in unsere Kultur heute wenn er auch wenig gelebt wird.

00:18:24: Also Aufmerksamkeit oder Achtsamkeit?

00:18:26: Achtsamtkeit, genau.

00:18:27: Hat viel mit Achtsammkeit zu tun aber der Begriff ist mir wichtig das Stimmige.

00:18:34: Stimmig!

00:18:35: Da können wir natürlich mal über Erkenntnisformen sprechen also assoziiert dabei natürlich sofort so dieses Gefühl der Intuition stimmt etwas.

00:18:48: Intuition ist ein wichtiger wichtiges Erkenntnissvermögen.

00:18:53: Der Volksmund spricht vom Bauchgefühl.

00:18:55: Ja, das meine ich ganz bestimmt nicht.

00:18:57: Meist aber nicht genau.

00:19:00: Wie würdest du einen Unterschied zu diesem Volksmundhaften sehen?

00:19:05: Ich denke dass eine zeitgemäße Spiritualität immer eine Erkraftung, eine Aktivierung des Denkens braucht voraussetzt eigentlich.

00:19:19: Die Welt ist so komplex.

00:19:23: im Zusammenhang erschließen wollen, weil ich mich dadurch selbst wie auch in eine geistige Aktivität hebebringe und dieses Erkraften der Denkbemühungen.

00:19:44: dann wahrzunehmen, dass es nicht jetzt in was intellektuell abstraktes nur mündet.

00:19:51: Was man irgendwie aufschreiben und wiederlesen kann und meint da habe man etwas sondern das, was sich in dieser wirklichen Denkbemühung als Empfindungsfähigkeit anschließt.

00:20:02: Was mich in meinem Herzen erreicht, was mich verändert und was bis in meinen Handeln wirkt sozusagen diese Art von Denkerkraftung, glaube ich die mich als Mensch verändert.

00:20:17: Die suche ich und die hebt sich ab von dem was Ich zumindest und wie hast du gesagt volkstümlich Bauchgefühl?

00:20:25: Ja

00:20:28: okay das ist ein weites großes interessantes Feld.

00:20:34: Das Wort Stimmigkeit gefällt mir sehr gut weil.

00:20:38: Also es gibt eine Passage bei Rudolf Steiner.

00:20:42: Ich habe ihn immer gesucht, aber da nicht geflogen.

00:20:43: Jetzt mal gelesen, aber ich hab's nicht wiedergefunden.

00:20:45: Ich dachte das wäre in Klassenstunden, aber dann habe ich es nicht wieder gefunden.

00:20:49: Der Wille des Menschen ist sein Himmelreich, sagt er an einer Stelle und ich habe es vor Jahrzehnten gelesen.

00:20:56: Und ich fand einen ganz beeindruckt weil dahinter steckt natürlich eine Idee nämlich dass wir im Willen... Das was der heutigen Zeit auch zu tun hat.. Haben wir eine Verbindung zum Göttlichen?

00:21:09: Das ist eigentlich die Idee bei Steiner.

00:21:11: Der Wille ist sozusagen unsere Verbindung zu dem Göttlichem und zwar nicht der Wille, weil der Willi uns ja das sagt was für unstimmig ist wenn wir wirklich unseren Willen entfalten.

00:21:23: dass dahinter und übrigens warum wir sowas wie Demokratie heute haben Weil wir dem Willen jedes einzelne Menschen als einen göttlichen Impuls zu respektieren haben.

00:21:33: Also nicht nur den eigenen Willen, sondern auch das andere.

00:21:36: Was nicht immer einfach ist, weil die will natürlich in verschiedene Richtungen gehen können.

00:21:39: Aber das ist ja genau die spannende Frage und so verstehe ich, dass es in meinen Worten aus, weil ich glaube diese... Und das ist manchmal das Problem manchmal, also es gibt ja Menschen, die... Ich muss mal sagen, denke ich habe Ich habe viele Studierende zu tun, auch mit Leuten die noch nicht studiert.

00:21:56: Also mit Schülern.

00:21:57: und dann ist was mir auffällt dass in der letzten Jahrzehnte die Berufspläne immer unklare geworden sind von jungen Leuten, ich hab erlebt es so also gibt auch Statistiken dafür.

00:22:12: Was will ich eigentlich mit meinem Leben?

00:22:15: Und wenn man dann zurückgeht... Mein erster Studium war Juristerreicher, ich habe Jura studiert.

00:22:21: Fast die Hälfte meiner Mitstudierenden stammten aus Juristenfamilien.

00:22:25: Also ob die wirklich wussten, was sie da auf sich zukamen wussten?

00:22:28: Da habe ich allergroß der Zweifel, die wusste natürlich auch nicht!

00:22:30: Ich wusste das ja auch nicht.

00:22:31: Das heißt, der Wille hier etwas zu machen war geprägt aus der Vergangenheit... Aus dem familiären Impuls.

00:22:40: Aus welchen Motiven auch

00:22:41: immer,

00:22:41: aber er kam nicht aus der Zukunft.

00:22:44: Und wie kann ich meinen eigenen Willen anschließen an das, was eigentlich mein Schicksal ist?

00:22:58: Ist es nur ein einziger Weg oder ist es ein gewisses Spektrum von möglich?

00:23:06: Unsere Möglichkeiten hängen in vielen Punkten ja auch davon ab, was andere mit uns machen.

00:23:13: Wir leben ja nicht auf weiter Flur – das hast du ja auch deutlich gemacht!

00:23:15: Wir sind ja Teil der Welt und damit auch Teil von anderen.

00:23:19: Das heißt unsere Entwicklungsgang mein Lebensgang dein Lebensgang hängt ja nicht nur davon ab von mir sondern auch von dem welche Menschen uns begegnen wie wir uns mit denen dann verbinden und was wir mit ihnen gemeinsam tun.

00:23:35: oder sehe ich das falsch?

00:23:37: Ja, unbedingt.

00:23:38: Und da gilt es ja gut hinzuhören.

00:23:40: was kommt mir eigentlich aus der Welt so entgegen?

00:23:43: also aus der welt.

00:23:44: ich meine immer die welt hier jetzt in diesem raum jetzt du als mein gegenüber ich meine nicht die große die ganz große weidewelt sondern in der die welt in der ich bin.

00:23:54: dass gilt sie ja immer ernst zu nehmen auch einzubeziehen.

00:23:58: und Natürlich ist irgendwie der Wille, der kann ja ganz schön dumpf sein.

00:24:03: Der kann ganz schön vergangenheitsgeprägt sein also er braucht irgendwie auch eine Kultivierung und ich meine das damit angedeutet zu haben?

00:24:13: Ich muss schon irgendwie mich... Denkend auch mit mir auseinandersetzen, das kritische Selbstgespräch führen können.

00:24:25: In der Selbstbeobachtung bleiben können und immer die Empfindungsseite dabei haben.

00:24:35: Dass ich mich nicht irgendwo hinknechte sondern dass ich wirklich in diesem Wesenskern den jeder in sich hat den ich suchen will, der mir natürlich nicht verfügbar ist einfach so.

00:24:52: Den kenne ich erst mal nicht, er ist verborgen und will gefunden werden.

00:24:59: das ist ein Lebensaufgabe.

00:25:00: also da werden wir nie mit zu Ende sein und ich denke bis zum Schluss wird auch der Tod noch einmal uns vor Überraschungen stellen.

00:25:12: sich selbst zu finden ist eine Lebensaufgabe und ja, das hat viel mit der Frage zu tun.

00:25:21: Kann ich die Ursache in der Zukunft finden sozusagen für das was ich will?

00:25:27: Das werden wir noch ein paar Runden umkreisen.

00:25:29: Ich finde nochmal diesen dieser Änderlichiebegriff er hat ja noch mal eine andere Komponente bekommen dann einige fast zwei tausend Jahre später eben sogar einen Götternismus.

00:25:40: Und das Zentrum der Anthroposovie heißt ja nicht ohne Grund, da sind wir jetzt gerade nicht im deutschen Zentrum.

00:25:46: Aber das Weltzentrum ist in Donach, es heisst Goetheanum – nicht ohne Zufall!

00:25:52: Also warum Goetheyanum?

00:25:55: Und Goetes Entwicklungsbegriff schließt an diesen aristotätischen Begriff insoweit und ich gehe jetzt mal nicht in die Fachbegrifflichkeiten gehen sondern herauszufinden... Also er hat es ja an seinen Pflanzenbeobachtungen, in seinen Entwicklungsstudien.

00:26:09: Wir haben hinter uns so Figuren und das für die jetzt genau anschauen, die ja so ein bisschen Umschuldpungsvorgänge sind.

00:26:16: also wie findest du etwas?

00:26:17: Wie findest Du auch in den Dingen selber, in der Natur, in den Naturphänomenen ihren jeweiligen Sinn?

00:26:25: Also dass im Samen bereits der Baum angelegt ist, das ist ja bereits sowas Tälisches.

00:26:32: Das hatte was mit dieser Intelligie zu tun?

00:26:34: Ja, unbedingt.

00:26:35: Und ich meine Goethe hat halt eng zu tun mit dem Begriff der Phänomenologie und in diesem Sinne glaube ich hat Steiner auch den Bezug zum Goethen oder diesen diese Wortschöpfung Goethianum eben getätigt gefunden weil er in Goether jemanden gesehen hat bis an die Grenze des... des machbaren, sozusagen der Erkenntnisseide der Dinge der Welt gegangen ist an der Rudolf Steiner unmittelbar anknüpfen konnte um dann daraus das weiterzuführen in eine Anthroposophie.

00:27:19: Also nicht Göde war Anthroposoph sondern es gab da noch nicht die Anthropo-Sophie.

00:27:24: aber er hat sozusagen wie die Grundlage gelegt und vielleicht am besten alle große Denke im deutschen Idealismus die Grundlagen gelegt, auf der dann Steine anknüpfen konnte mit der Anthroposophie oder aufsetzen konnte.

00:27:40: Also es gibt noch eine zweite Figur.

00:27:41: die will ich aber nur andeuten weil sie jetzt ein bisschen wegführen würde.

00:27:45: Aber ich muss mal dran denken das mir fällt einfach gerade ein dass in meinem Jetzt-Szimmer für im Arbeitszimmer stand eine Hegelbüste die in Rudolf Steiner's Zimmer ausstand.

00:28:00: Ich habe jetzt nicht dieses Original, sondern es gab mal vor dreißig Jahren noch einige Anthroposofen Kopien machen lassen und einen davon habe ich dann erworben.

00:28:09: Und diese hatten eigene Schicksal ja gehabt.

00:28:12: Die ist ja dann... Die landete später bei Steiner warbekörte früher mal Goethe und landete dann bei Steine.

00:28:20: Und Göthe hat ja dann, Badon Schneider hatte einen Vortrag zu Hegels Geburtstag erhalten und deutlich gemacht, dass er sagt es gibt zwei geistige Größen die für ihn wesentlichen Goethe und Hegel.

00:28:32: Das ist für viele Anthroposophen befremdlich weil Högele wirklich schwierig ist.

00:28:35: Er hat ja auch in der Technologie des Geistes das Ganze kaum verstehen

00:28:38: muss man schon sagen.

00:28:39: Aber mein Lieblingssatz den ich immer gerne bringe, alles Wirkliche ist vernünftig und alles Vernünftige ist wirklich was natürlich niemand versteht aber was der wahr ist Naja, nämlich dieser... und ich will jetzt... also ich glaube, während Goethe, Goetha hat sich wie das Spiralsythet ja auch schwer.

00:28:58: Also wenn du jetzt, wenn ich jetzt mit Goethes sprechen würde, wenn du als Goether wärst?

00:29:03: Ja, es geht jetzt nicht so gut weil...

00:29:04: So schnell bin ich's nicht, nein!

00:29:06: Da gab's doch noch keine Mikrofone.

00:29:08: aber dann würde er sich glaub ich schwer tun obwohl er... die Andropa, so wie sich als göttianistische Bestrebungen versteht würde sich Goethe mit der Spiretoilität immer ein bisschen schwer tun.

00:29:21: Mit der Religion sowieso und er hat das ganze ja richtig toll.

00:29:28: hineingeheimnis in den Faust vor allem in Faust II.

00:29:31: da hat er Goetha den ganzen Gripps reingelegt um sein Fettes zur Spiritualität künstlerisch zu beschreiben sodass man am Ende überhaupt nicht mehr richtig versteht was er eigentlich meint außer dass man versteht naja es geht um etwas ganz Großes Es geht um was ganz Großes.

00:29:46: Es ist jedenfalls nicht einfach Religion, es ist nicht einfach Traditionsbewahrung und du hast das Thema in der Zukunft herdenken angesprochen.

00:29:54: Vielleicht

00:29:54: kann man da noch ein bisschen hingehen?

00:29:57: Ich meine wenn du mit Kindern... Du hast viel Kinder, hast du gesagt?

00:30:01: Du bist jetzt nicht in der Waldorf-Pädagogik tätig, aber du kommst ja mit anderen Menschen auch zusammen.

00:30:05: Bei den eigenen Kindern?

00:30:06: Du hast auch schon Enkel haben, nämlich an?

00:30:08: Ja!

00:30:09: Das kriegste immer mit... Ich habe ja auch einen Enkel, gestern zwei.

00:30:12: Drei.

00:30:12: Dreien.

00:30:13: Ich hab schon vier Enkel.

00:30:14: Aber nur eine Tochter dafür.

00:30:16: Aber gestern war einer zweiten Geburtstag einmal der jüngsten Enkelin und ich finde es immer faszinierend zu sehen wenn du mit Kindern zu tun hast, vor allem wenn sie noch so vorbewusst sind.

00:30:26: So ganz klein, wo sie gerade sprechen lernen.

00:30:29: Meine zweite Engel ist fünf total liefes Mädchen und wie Sie die Welt konzipieren?

00:30:35: Und dann stellt man sich schon die Frage so als Erwachsener was wird aus diesem kleinen Wesen?

00:30:40: Wo geht es, wird das hingehen?

00:30:42: Wie kann ich dem Kind helfen, sich selbst zu werden der zu bewerten, der du bist, der Du eigentlich sein

00:30:51: kannst.

00:30:51: Genau!

00:30:52: Der Dussein Genau, der Indie liegt sozusagen.

00:30:56: Und nicht war da ein Anthroposoph oder war das spirituell?

00:30:59: Oder werde irgendwas... Da muss man sich ja wirklich hüten als Erwachsener, dass in das Kind rein zu denken was man mit den eigenen Vorstellungen vielleicht irgendwie sich ersehnt oder so Genau.

00:31:15: Ich habe nur jetzt die Frage nicht gerade verloren, die du... Die Frage

00:31:18: von der Zukunft?

00:31:21: Also bei dieses keimhafte kann man ja anschauen aber wie finde ich wirklich ... Also das ist ja wirklich ein ganz großen Sinnfragen, die Menschen wirklich beschäftigen.

00:31:31: Wie finde ich meine Aufgabe?

00:31:33: Wie finde Ich also meine Aufgabe in der Welt und eine meiner Aufgabe für mich?

00:31:38: Du hast glaube ich sehr schön an mehreren Stellen schon angesprochen dass wir diesen Erwechselbeziehungen müssen sehen müssen.

00:31:44: wenn ich nur von mir ausgehe als wenn ich spiritueller Egoist bin sozusagen dann werde ich nicht mich in der welt nicht glücklich werden.

00:31:53: Ich bin ja auch auf diesen anderen, du auf die Gemeinschaft angewiesen.

00:31:58: Habe ich dich so richtig

00:31:58: gefragt?

00:31:59: Ja unbedingt und ich glaube, ich finde überhaupt nicht zu mir ohne den Anderen.

00:32:05: Also Hegel hat hier auch einen wunderschönen Satz geprägt.

00:32:11: Mein Herz schlägt nur weil dein Herz schlägt oder so.

00:32:14: also diese Bedingtheit des anderen gilt es zu entdecken, was liegt eigentlich?

00:32:27: Was liegt für eine Kraft in Krisen.

00:32:30: Also was liegt für die Kraft in der Begegnung gerade wenn es mir schlecht geht sozusagen, wenn ich ein Problem bin?

00:32:40: Was kann der andere mehr sein?

00:32:42: oder was kann ich dem anderen sein?

00:32:46: Ich glaube da wird es sensibel und empfänglich.

00:32:52: auch Kinder Ich glaube, ich habe einen Sensorium dafür, ob sie gehalten getragen werden.

00:33:01: Geistig, seelisch geistig von ihrem Umfeld in den Herausforderungen sei es schulisch oder sei es sozial.

00:33:11: Die spüren das, ob ich wirklich mit meiner Herzkraft dabei sein kann.

00:33:18: und ja also... Es ist so schwierig meine ich dass auch über solche spirituellen Dinge oder Kraftwirkungen, auch so im Allgemeinen zu sprechen.

00:33:34: Weil es sind immer Momente die Erfahrungen sind, wo ich merke, oh das war jetzt wichtig.

00:33:42: Ein Satz den ich zu meiner Enkeltochter gesagt habe letzte Woche, das war jetzt klasse.

00:33:48: Dass mir dieser Gedanke kam, dass ich das gesagt habe und sie hat reagiert.

00:33:52: Es war ein Blickkontakt.

00:33:53: Das war jetzt ein ganz intimer Moment.

00:33:56: Und das sind ja hoch individuelle Dinge.

00:34:02: in dem Moment wo wir anfangen darüber zu reden verlassen wir schon die Ebene aus daraus zu sprechen sondern sprechen wieder drüber.

00:34:11: Insofern gibt es da auch eine Scheu oder auch eine Schwierigkeit, das in die Kommunikation zu bringen.

00:34:21: Weil es hat viel mit Erfahrungen zu tun.

00:34:24: aber die Frage mit der Frage zu leben was braucht eigentlich die Welt von mir?

00:34:32: Was braucht mein Enkelkind vor mir?Was brauchst du jetzt von mir ?

00:34:36: Was braucht die Situation beruflich in der ich stehe Die Natur Was ist die Anforderung an mich?

00:34:46: Ja, das finde ich aber.

00:34:48: Da bin ich ein bisschen lockerer an der Stelle als du, glaube ich.

00:34:52: Also im Vorgespräch schon bevor wir uns veralpen hatten, hast du mir gesagt ... Das hat mir gefallen.

00:35:02: Ich bin gar nicht der Richtige für dieses Gespräch Heute, was wir führen.

00:35:06: Ich bin nicht so der Typ, der nach außen tritt und die Dinge so... ich trete schon nach Außen aber ich bin nicht derjenige, der die Dinge sozusagen die Welt dauernd erklärt.

00:35:16: So etwas das formuliert gehabt hat.

00:35:18: Und ich finde du hast gerade einen sehr schönen Satz gesagt dabei, der genau damit zu tun hat nämlich spreche ich über etwas oder spreche aus den Dingen?

00:35:30: Also dieser Podcast zum Beispiel, der hieß Eigentlich Gespräche zu sozialer Nachhaltigkeit.

00:35:39: So habe ich ihn einkurspündig genannt, zu!

00:35:42: Ich wollte nicht übersagen und dann hab' ich aus irgendeinem Fehler als mit dem Designersprach der unser neues Logo machte, hab' mich aus so sehen doch mal übergesagt und geschrieben... Dann hatte das Logo plötzlich mit Über Dankeschön.

00:35:56: Ich war ganz unglücklich damit, weil sie wollte gar nicht über, ich wollte sich das mal darüber sprechen aber ich wusste auch nicht wie man es richtig ausdrückt.

00:36:04: also Gespräche außerzialer nach halt kindertotal doof und hochgedreht zu sozialen Kind aber auch so ein bisschen beiläufig.

00:36:11: jetzt habe ich's mit übergelassen ja aber ich bin unzufrieden damit weil eigentlich ich wollte nicht darüber sprechen.

00:36:18: und dass ist was du das bei dir beschreibst und ich finde schau ich meine ich selber Wir haben da ganz kurz gerade gesprochen.

00:36:26: Ich habe ja in den letzten Jahren, ich hab schon immer Gedichte geschrieben, in den vergangenen Jahren habe ich einfach auch mehr Gedichte zu schreiben und auch Romane zu schreiben mich mehr literarisch zu betätigen weil das ist ja auch ein Thema, du kommst mit dem normalen fachlichen Sprechen immer an Grenzen.

00:36:43: Du kommst natürlich immer mit der Sprache am Grenzen, ich kann wie solchen Geschmack beschreiben zum Beispiel.

00:36:48: Aber trotzdem die poetische Sprache hilft einen dann doch ein bisschen näher heranzukommen an bestimmte Phänomene.

00:36:55: aber trotzdem Sprache ist eine andere Kommunikationsmodus.

00:36:59: aber wir müssen uns ja irgendwie auch verständigen können und die Sprache is ja auch was Tolles!

00:37:04: Die kannst du hast es ja wunderbar beschrieben In dem Leidensituation nach dem Tod eines Buddhas kam eine Sprache auf dich zu, ein Buch

00:37:13: kam auf dich.

00:37:14: Das hatte

00:37:14: ich trotzdem erreicht!

00:37:16: Also auch Worte können einen ja erreichen.

00:37:19: und das heißt also schön der Genesis.

00:37:20: am Anfang war das Wort wobei das Wort ist ja nicht einfach nur ein Wort nicht einfach ein sementischer... Nicht nur ein Zeichen sondern das Wort is' ja ein Geistzeichen.

00:37:29: es ist sehr zugleich das Logos in der Genis ist ja zugleich geist.

00:37:35: Das macht's ja noch komplexer.

00:37:37: Also versteht das ich meine, als ich glaube es macht schon Sinn dass wir uns darüber verständigen weil Ich weiß dass es Menschen gibt die würden jetzt überhaupt nicht mehr mitkommen.

00:37:45: Die wurden abschalten hören dann nicht mehr zu.

00:37:47: Aber für viele menschen ringen ähnlich wie wir.

00:37:49: Das sind nicht die einzigen die mir dieser frage ringen also tuni also ich sowieso nicht ich merke so viel andere auch.

00:37:56: Und wie kann man sich darüber verständigen?

00:37:58: Wie kann man auch eine Sprache finden, und das ist ja eine andere Beispitzerolle in den Kreisen

00:38:02: im Geschehen.

00:38:03: Ja.

00:38:03: Wie kann ich mich solch intimen Fragen so nähern, dass ich mich trotzdem darüber ververständigen

00:38:10: kann?

00:38:12: Also für mich... Ich glaube, das ist sehr individuell auch verschieden.

00:38:18: Für mich ist es so, ich schreibe gerne Texte und wenn Also wenn ich mich jetzt ansetze und versuche, über Spiritualität zu schreiben.

00:38:30: Was wir jetzt gesprochen haben?

00:38:32: Wenn Sie das jetzt schreiben müssen... Dann ist es kein Text, den ich mal so in ein paar Stunden entwerfe und dann nochmal Korrektur lese und dann steht er sondern da gehe ich zwei Wochen mit um vielleicht nicht jeden Tag aber doch da sind einige Nächte gehen da drüben da wache ich morgens mit neuen Ideen auf und ich komme in eine Verdichtung, in eine Ausformulierung.

00:38:57: Dann fallen wieder Dinge weg.

00:38:59: Es konzentriert sich auf was Wesentliches.

00:39:02: und irgendwann merke ich jetzt stimmt das bin ich.

00:39:06: Was da steht?

00:39:06: Das bin ich im Moment.

00:39:08: Jetzt ist es in der Verdichtungen gekommen.

00:39:10: Da kann nicht zu stehen Diesen Prozess, der ist mir total wichtig.

00:39:16: Weil da, wie soll ich sagen?

00:39:18: Da komme ich mir selber auf die Schliche in dem ich Zeit habe.

00:39:22: Jetzt hier am Mikrofon geht es alles relativ schnell.

00:39:26: Da hab' ich nicht so diese Zeit mehr auf die Schliche zu kommen sozusagen.

00:39:30: Da würde ich gerne viel mehr Zeit zum Nachdenken haben wollen.

00:39:34: aber wir haben uns jetzt für dieses Gespräch entschieden und dann ist das auch gut so... Was ich noch sagen will, ist wenn ich in so ein Prozess kommen kann mit mir selbst.

00:39:47: Wenn ich schreibe dann merke wie Worte eine Kraft bekommen.

00:39:54: Dann bekommt das Wort eine Kraft für mich zumindest und vielleicht auch für den einen oder anderen Leser.

00:40:03: Und wie kommen wir in diese Wortkraft?

00:40:06: Das ist ja die Spur, die du ansprichst.

00:40:08: Wenn du sagst am Anfang war das Wort Das war ja ein schöpferisches Wort.

00:40:13: Es ist der Urbeginn damit beschrieben, es war ein Schöpfungsakt dieser Welt aus einem Wort.

00:40:20: Das ist natürlich tiefsinnig das jetzt hier nicht oberflächlich schnell zu beantworten.

00:40:26: aber diese Sehnsucht dahin zu kommen die spüre ich in mir auch wieder mit Worten sozusagen.

00:40:33: Du sagst nachhaltig, wie hast du gesagt?

00:40:36: Nachhaltige Gespräche.

00:40:38: Sozialnachhaltigesprachen-Gespräch.

00:40:40: Gesprächen über soziale Nachhaltigkeit und was sonst wirklich wichtig

00:40:43: ist.

00:40:43: Genau!

00:40:44: Wenn Worte so eine Kraft bekommen, dass sie etwas erschaffen... Was erhalten bleibt zwischen uns sozial, zwischen dir und mir?

00:40:55: Weil es mich berührt hat.

00:40:57: Was ich erinnere, wo ich sagen kann das war jetzt wichtig.

00:41:00: dieses Gespräch Das hat mich wirklich auf neuen Gedanken gebracht.

00:41:05: Ja

00:41:07: Wir haben gerade im Vorgespräch nochmal über das Thema üben nachgedacht Üben-und Antroposophie Oder üben und Spiritualität.

00:41:18: Also Spiritualität kann wir sagen ist einfach ein Geschenk.

00:41:21: Schicksal zeigt sie uns und dann schuppt Job, sind wir spirituell.

00:41:26: Aber ganz so einfach läuft es glaube ich in keiner spirituellen Bestrebung und für deine Geschichte glaube ich

00:41:30: auch nicht.

00:41:32: Ja üben ist schon wichtig ein wichtiges Element weil wir kommen ja zunächst mit unserem Alltagsbewusstsein als Alltagsmensch.

00:41:42: so wie wir funktionieren alltäglich mit all unseren Aufgaben sind wir vor allem aufs Funktionieren ausgerichtet.

00:41:50: erst mal Und insofern braucht Spiritualität eigentlich, oder das in eine tiefere Spirituelle Schicht zu kommen.

00:42:01: Braucht die Zubereitung auch meiner selbst und dafür ist mein ich das üben wichtig.

00:42:09: also wenn ich bestimmte Inhalte mir vor die Seele stell' und mir wirklich Zeit gebe schweigend aufmerksam den Hörraum eröffnend und empfänglich zu sein, auch zu hören.

00:42:28: Dann merke ich doch wie nahhaft es ist das zu wiederholen und wieder zu wieder holen und nochmal zu wiederholen nicht immer fort dasselbe zu wiederhole man kriegt dann schon ein gespür aber sich die zeit zu geben da in eine gewisse tiefe zu kommen.

00:42:49: Also das ist für mich auch eine wichtige Erfahrung.

00:42:52: Wie hängt für dich Spirulatid und Meditation zusammen?

00:42:56: Oder ist das, was du schon beschreibst, schon eine Form der Meditation?

00:42:59: Es

00:42:59: ist

00:43:00: nur Meditation das Gleiche oder wie würdest du das sehen?

00:43:03: Ach!

00:43:04: Das ist schwierig da.

00:43:06: ich würde mal sagen Ich bin da auch total unzufrieden mit mir.

00:43:10: also ich versuche zu meditieren oder ich meditiere.

00:43:14: ich meditiere täglich festhalten, aber ich würde nicht sagen dass es jeden tag noch Meditation war.

00:43:22: Es gelingt mir nicht immer.

00:43:23: Manchmal bin ich so von dem was jetzt fährt dann der Zug in einer halben Stunde oder was dann eben und so.

00:43:30: und ja ich hab's probiert Und manchmal ist es so beglückend die Erfahrung, in was ich dann komme wenn ich wirklich diese Ruhe und Aufmerksamkeit habe.

00:43:41: Und dazwischen ist alles.

00:43:43: also Ich möchte gerne ein Meditant sein.

00:43:46: Ich meditiere jeden Tag aber es gelingt nicht jeden Tag.

00:43:51: Ja, das ist wunderbar!

00:43:52: Da würde ich mir das Gute leben, ist halt ein Projekt.

00:43:56: Wir werden das Thema ja nochmal verschiedentlich durchsprechen.

00:43:59: heute wir leben hier auch auf, dass das Wort IntelliQie schon angesprochen gehabt oder auch im Vorgespräch diese Zielorientierung die unsere Existenz eigentlich innen wohnt.

00:44:12: Die jeder Substanz, jeden Wesen, jeden Tisch, jedem Gegenstand wohnen ein Ziel einen Sinn inne und den zu entdecken, denen zu entschlüsseln ist aber nicht immer einfach.

00:44:22: Und du hast das Wort das Hinhören gebraucht Das kennen wir auch aus der Send-Tradition, dass man einfach so eine Aufmerksamkeit für den Augenblick entwickelt.

00:44:32: Für das was gerade da ist.

00:44:35: aber Anthroposophie oder Spiritualität wie wir sie auch verstehen geht ja doch über dieses Moment der reinen Leerheit hinaus.

00:44:45: Ja.

00:44:47: Das ist schon angedeutet ein Beispiel auch der Erfahrung mit dem Verstorbenen, auf Wissensbestände orientieren, auf Erkenntnisbestände die auch andere gewonnen haben.

00:45:01: Wir tun ja nicht so als ob wir alles von Null anfangen und beginnen können.

00:45:09: Also ich habe den Eindruck die Leerheit ist schon wichtig.

00:45:12: Die suche ich schon auf und bemühe mich darum die wirklich herstellen zu können was mehr oder weniger dann eben tagesabhängig gelingt Die ist schon wichtig.

00:45:24: Aber wie der Bruder dazu, ist die Erkenntnisbemühung.

00:45:30: also das scheint mir ein wichtiges Moment sein zu sein dass ich versuche mich in komplexe Zusammenhänge einzudenken inhaltlich zu arbeiten Texte zu arbeiten.

00:45:45: Verständnisszusammenhänge versuchen wir zu erschließen und Da geht es nicht darum, ob die schwer sind.

00:45:52: Die dürfen schwer sein weil gerade da liegt die Kraftentfaltung drin.

00:45:56: also schwierige Erkenntniszusammenhänge versuchen zu verstehen das macht auf der einen Seite sozusagen eine Kraft dass sich auch wie aus einem anderen Raum erfüllen kann oder erfülle können wird es deutlich, was ich mein.

00:46:18: Nicht dass sich das, was Ich vorher versucht habe zu erkennen, dann dort in der Meditation angewendet wird sondern wie dass das mich kraftmäßig aufschließt die Lehre erzeugen zu können und empfänglich zu sein für Neues.

00:46:37: Na ja, ich meine du solltest ja auch schon mal... Oh, jetzt muss man... Du solltest Ja auch schon Mal an, dass es ganz verschiedene Möglichkeiten gibt also des Weltverhältnisses und es gibt eben Formen sozusagen.

00:46:52: Also ich glaube schon, es geht schon auch um diese Bemühungen.

00:46:54: Es geht auch schon in die Übung.

00:46:56: Wir müssen uns immer wieder so haben wie die Verstanden.

00:47:00: auf den Weg einlassen der Widerstände ja weil zum Beispiel üben ist ja immer auch Ankämpfen gegen hedonistische Bestrebungen.

00:47:10: Wer immer Sport macht, Musikinstrumente übt der Weiß.

00:47:14: Üben üben übeln ist auch eine Anstrengung!

00:47:19: Das geht im spirituellen Moment auch.

00:47:22: Wir haben manchmal die Momente, wo uns das geschenkt wird.

00:47:25: aber um das Geschenk zu fegen brauchen wir

00:47:28: Arbeit und die Übung zeichnet sich ja dadurch aus dass es nicht die Wiederholung des Bekannten ist sondern immer wie ein Neuschaffen ist also neu erzeugen.

00:47:39: und diese Art von Übungen die ist anspruchsvoll und hat ihre Wirksamkeit

00:47:47: Genau, für die werden wir jetzt gar nicht werben.

00:47:49: Aber wir werden doch dafür, weil wir sagen naja, Übung macht den Meister hat der Volksrunds-Übungs auch schon gewusst und das geht auch im spirituellen, ganz ohne Übung läuft es nicht.

00:47:59: Ja und weil ich dadurch mich an mich selbst heran führe... Das ist glaube ich ein entscheidendes Element.

00:48:07: dass ich mich frei lege in meinem meinem ureigenen Fragestellungen in meiner Wesenssubstanz sozusagen versuche daran zu kommen, wer bin ich?

00:48:20: Warum bin ich hier?

00:48:21: Was mobil hin?

00:48:25: Und

00:48:26: indem ich mich finde, werde ich freier.

00:48:29: Ja genau!

00:48:32: Das befreit mich von Fremdbestimmung und führt mich zu mir selbst.

00:48:37: Also das finde ich interessant.

00:48:38: dass du es mit dem Wort so stark und so wichtig nimmst finde ich interessant und überraschend.

00:48:44: Überrascht mich ein bisschen, dann hätte ich jetzt von dir so nicht gedacht.

00:48:49: Und ich verstehe es zugleich auch weil ich sehe... Ich meine Scheier, du weißt noch viel besser als ich, Rola Steiner der ja sozusagen als begründerter Anthroposophie für uns.

00:49:01: Also ich merke immer wenn ich Steiner lese fühle wie ich zu Hause.

00:49:03: So geht's mir.

00:49:04: Sonst wäre ich ja nicht Anthroposof also kann ich auch mal eine blaue Anthropo-Sophie nach Hochschulmignit.

00:49:09: also mir ist die Anthroposephie nicht fremd.

00:49:12: Zugleich bin ich kein Missionar, also viele meiner Studierende.

00:49:17: Interessiert dich auch nicht?

00:49:19: Aber für mich ist es wichtig und ich merke dieses Thema auf dieser Wort.

00:49:23: Also mir kommt... Es gibt ja verschiedene Modularitäten.

00:49:25: bei Steiner gibt das ja in seinen Werk zwei große Gattungen.

00:49:29: Das eine sind die tausenden von Vorträgen Die haben überwiegend Transkript ständografiert wurden und jetzt auch Rodolf Steiner ausgab, ist gerade in diesen Wochen abgeschlossen worden.

00:49:39: Ja wohl?

00:49:39: Nach nach achtzig Jahren glaube

00:49:40: ich.

00:49:40: Erstaunlich ja.

00:49:42: Immerhin noch glaube ich mehr oder hundert Bände und also alle seine Vorträge alles was vorliegt ist transkribiert.

00:49:48: dann gibt es eine Bücher die als Bücher Vorbereiter teilweise sind es auch Bücher, die aus Artikel-Serien entstanden, die bei Rodolfsteiner vielleicht so ähnlich entstanden sind wie bei dir nämlich im Kämmerlein auch am Text gearbeitet, wo der Steiner seine Bücher, die als Bücher geschrieben wird x-mal überarbeitet.

00:50:09: Es gibt immer neue Vorworte und dann hat er immer durchgegangen und mich hat vor allem gewundert dass du ein Buch gar nicht genannt hast aber das war halt bei dir nicht so.

00:50:18: Bei mir war es sehr wichtig nämlich wie erlangt man Erkenntnisse oder was?

00:50:21: Ja natürlich habe ich das auch gelesen.

00:50:24: Das würde weiß nicht keine Prüfung von mir.

00:50:28: Ja, für mich war das... Ich habe es sogar mal eingesprochen als Buch.

00:50:31: Weil ich das so eindrucksvoll fand bei Spotify, weil ich das wirklich... Das muss man den Leuten mitteilen und wenn man dasselbe eine Weile paar Jahre... Ich bin leider ein sehr vergesslicher Mensch.

00:50:42: Ich lese die tollsten Dinge dann lese sie nach ein paar Jahren.

00:50:46: nochmal denke ich hoch Wenn ich das ganz neu lese, dann merke ich, es kommt mir ja schon bekannt vor.

00:50:54: Aber ich muss mich immer ihrer Neu rein vertiefen, weil ich bin einfach ein vergesslicher Mensch.

00:50:58: Das ist übrigens eine der Gründe, warum im Kirchenjahr und auch in anderen großen spirituellen Traditionen so ne Wiederholung einer Rolle spielt?

00:51:08: Ja.

00:51:08: Das

00:51:09: kennst du!

00:51:09: Kennst du die Wochensprüche von Rudolf Steiner?

00:51:15: immer wieder sich bewusst macht, dass man den... also dieses Zyklische hat ja auch seinen Sinn.

00:51:20: Weil der Mensch neigt dazu.

00:51:21: Vergesslichkeit und Unangenehmes verdrängt man gerne.

00:51:25: Also ich eben.

00:51:26: Ja.

00:51:28: Also zu Wie Erlangtmann möchte ich sagen?

00:51:30: Das habe ich auch relativ bald dann gelesen und hatte ja keinen Bildungshintergrund eigentlich, um die Dinge verstehen zu können, die da alle irgendwie beschrieben sind.

00:51:42: Und ich hatte ein total zündendes Erlebnis bei Wie erlandt man?

00:51:46: Weil da taucht der eine für mich dann wirklich wichtig gewordener Satz auf Es geht nicht drum was in diesem Buch steht wissensmäßig sozusagen aufzunehmen, abzuspeichern und zu transportieren.

00:52:02: Nicht das Wissen aufzunemen sondern die Bereitschaft das durchdenken zu wollen und die Kraft sich da einzulassen trotz wie trotz Schwierigkeiten.

00:52:16: trotzdem ist ein schwieriger Stoff ist man wenig vielleicht als Anfänger da wenig versteht, aber die Kraft aufzubringen.

00:52:25: Darin liegt das eigentliche und dass ist mir irgendwie zur Lebensweisheit auch ein bisschen geworden weil nicht das einfache ist es was uns weiter führt sondern da wo wir uns wirklich anstrengen müssen und das hat mit Wiederholungen zu tun natürlich mit dran bleiben mit sich selbst treubleiben.

00:52:50: Also diese Kraftaufwendung, ich habe mich sehr damals über diese Stelle gefreut.

00:52:57: Weil ich gemerkt hab so kann ich mit so einem Buch mitgehen.

00:53:00: Das ist ein kleines Bücher, es scheint übrigens aus einer Artikel-Serie damals in der bofischen Zeitschrift.

00:53:05: Die Wochenschrift war sich nicht mehr ganz sicher, die hieß damals anders.

00:53:11: Und eh x-mal überarbeitet worden und immer neu am Wort gefeilt worden.

00:53:15: Dann gibt es die Vorträge, die hatte überhaupt nicht religiiert.

00:53:18: Todelstein hat die viertausend Vorträge so gut wie keins davon.

00:53:21: Die wurden einfach... mussten dann später von den Redakteuren zusammen gebastet werden.

00:53:24: Da gab's dann solche und solche Streitereien.

00:53:26: aber ich will damit noch sagen das was wir jetzt gerade hier machen ist ja ein bisschen sowas dazwischen.

00:53:33: Also, es geht eher ins Fort.

00:53:36: Wir hatten ja keine wechselseitigen Vorträge.

00:53:38: Du willst mich jetzt nicht belehren oder doch?

00:53:40: Nein!

00:53:41: Das

00:53:41: treffe

00:53:42: ich nicht.

00:53:44: Wir wollen

00:53:44: eigentlich was von einander erfahren so verstehe ich das.

00:53:47: Ja

00:53:48: und wir wollen... Es ist eine Tasten der Bewegung.

00:53:51: für mich weil du ... wir kennen uns persönlich ja kaum.

00:53:54: Wir haben uns einen zwei Mal gesehen.

00:53:56: Von da weiß ich wusste nicht so genau was der mich da erwartet.

00:54:00: aber mein Gefühl war Ich habe hier nochmal die Zeitschrift Anthroposovien gelegt, also für die das uns im Video verfolgen.

00:54:09: Das ist ja eine Mitgliederbezogene Zeitsschrift, da gibt es noch ein extra Rundbrief für den Hochschulmitglieder, das ist wiederum nichts für alle!

00:54:18: Aber es ist heute nicht mehr so wie früher.

00:54:20: Früher würde man von Esoterik sprechen oder gar von Okultem wissen, bestimmte Dinge waren früher.

00:54:26: auch durfte auch gar nicht verbreitet werden als Rudolf Steiner die Anthroposofie begründet hat auf die Theosophie.

00:54:31: Das war da gab's eine esoterische Schule daraus verboten Aufzeichnungen zu machen.

00:54:36: Dann dürften auch nicht weitergegeben werden bei anderen Kreisen auch.

00:54:40: So ist das nicht.

00:54:41: Und das hat sich doch geändert und das wollte ich schon noch mal ansprechen weil Das hat er mit dem Wort zu tun.

00:54:46: Es geht um Worte, die aufgezeichnet wurden.

00:54:48: Man hat ja keine Videos gehabt.

00:54:49: Von so einer Scheine gibt es glaube ich überhaupt gar kein Video.

00:54:52: Nein?

00:54:54: Keine Sprachaufzeichnung,

00:54:55: komisch!

00:54:55: Aber das gab's ja eigentlich schon damals im S-Ninzenhundert.

00:54:58: Fünfundzwanzig hält es man schon mal gut.

00:55:01: Die werden vielleicht sehr kratzig gewesen.

00:55:03: Tonfilmen gab's noch nicht.

00:55:05: Wir nehmen es so wie sie ist.

00:55:08: und aber jedenfalls... Es durfte auch nicht aufgezeichnet werden und dann gab es in der Zeit doch eine große Änderung.

00:55:15: Und vielleicht will ich auf einen Punkt noch eingehen, das ist für die meisten, die uns zuhören, würde es mich interessieren aber mich interessiertes.

00:55:22: Weil als ich vor vielen Jahren auf die Klasse Stunden von Steiner gestoßen bin, es gibt ja immer so Will, da gibt es so eine dreigestufende antroposophische Welt.

00:55:32: Es gibt Leute, die haben mit der Antroposofie zu tun, sei's als Kunden als Patienten, antroposophische Ärzte oder als Besucher eine eurotbischen Aufführung.

00:55:47: Oder als Schüler oder Eltern einer Waldorfschule.

00:55:51: Also die sind gar keine Antroposofen kriegen aber Anthroposophi mit von ihrem Ergebnis.

00:55:58: Von ihrer Dienstleistung könnte man vielleicht auch sagen.

00:56:03: Zumindest als ein Dienst an der Welt.

00:56:06: Das klingt schon mal pathetischer.

00:56:08: also das ist die eine Seite Die kriegen es mit vielleicht wohlwollend, mal skeptisch.

00:56:14: Manchmal vielleicht auch ein bisschen gleichgültig was das Schlechtere ist von allen.

00:56:18: und dann gibt's die Anthroposofen, die dann mit der Anthroposobischen Gesellschaft werden.

00:56:22: Das sind auch nicht so wahnsinnig viele in der Welt.

00:56:25: Die tragen auch wirtschaftlich die Anthrobsobische Gesellschaft.

00:56:30: Die Hochschule?

00:56:31: Tragen die Hochschulen, tragendes Guthianum... Das ist auch nicht billig, weil es in der Schweiz ist.

00:56:37: Wer woanders billiger vielleicht.

00:56:39: Aber in der Schweizer ist alles teuer also das die einen und dann gibt's noch den inneren Kreis der Anthroposofen, das nennt sich die Freie Hochschule sozusagen ein Update der früheren esoterischen Schule.

00:56:50: Die sozusagen so occulte Texte hatte man als früher genannt Und wenn man das dann liest, dann ist man wirklich im ersten Blick als normaler Einführungszeichen üblich gebildeter Mensch befremdet.

00:57:04: Das war für die Siegern einfach auch eine schwere Kost, oder?

00:57:09: Natürlich ist das eine schwäre Kost.

00:57:11: Ich will kurz das ein bisschen richtig stellen als die freie Hochschule Im Gödianum ist eine Forschungseinrichtung und Die hat zwölf Sektionen Forschungssektionen pädagogische Landwirtschaft und so weiter und sofort.

00:57:28: da geht es um Geisteswissenschaftliche Forschung Und im Mittelpunkt dieser Hochschulen gibt es eben diesen neunzehnstündigen Zyklus der esoterischen Grundlage sozusagen.

00:57:44: Und diese neunzen Klassenstunde, wie sie genannt wurden von Rodolf Steiner, ja die sind natürlich sehr anspruchsvoll weil Sie einen Weg beschreiten sozusagen eine möglichen geistigen Entwicklungen, die sehr weit reichend sozusagen in Kräfte Zusammenhänge reicht.

00:58:17: Du hattest jetzt die Frage nach dem Schutz?

00:58:20: Ja,

00:58:20: genau.

00:58:22: Das war lange Zeit durfte das auch gar nicht nach draußen verbreitet

00:58:25: werden.

00:58:25: Vor knapp dreißig Jahren wurden sie aber veröffentlicht.

00:58:28: Ja, veröffentlich wurden Sie, weil sich nach siebzig Jahren die Urheberrechte verändern natürlich und man hat das lange damals diskutiert und sich dazu entschlossen, sie zu veröffentlichen.

00:58:39: Das heißt, man kann sie heute über jede Buchhaltung Handlung bestellen oder im Internet finden.

00:58:44: also sind absolut.

00:58:47: Und der Schutz, den halte ich trotzdem für wichtig und gerechtfertigt dahingehend.

00:58:57: Dass wenn ich diese Stunden lese oder diese Mantren lese, wenn ich damit umgehe spüre... Es liegt an meiner Verantwortung, sie zu schützen.

00:59:11: Also wie gehe ich damit um?

00:59:13: Ist das was, was sich so irgendwie auf dem Küchentisch nebenbei und was so rumliegt oder ist es etwas, dem ich irgendwie ein Wert beimesse und auch eine Würdigung gebe?

00:59:28: Weil es geht um hohe geistige Fragestellungen dort unter Entwicklungsfragen Und für mich liegt der Schutz da drin, mit Würde und Wert sozusagen wertgebend zu begegnen.

00:59:43: Das ist für mich heute der Schutz.

00:59:47: Natürlich gibt es hier auch einen sozialen Aspekt.

00:59:52: also für die Klassenstunde war Steine total wichtig.

00:59:57: oder für die Mitgliedschaft in dieser Hochschule die man gesondert beantragen muss.

01:00:03: Also wenn man Mitglied in der Gesellschaft wird, wird man nicht automatisch dort auch Mitglied, sondern man muss dies schon wollen und diesen Willen auch bekunden.

01:00:12: dann kann man eben dort Mitglied werden.

01:00:14: aber da gilt eigentlich die Verabredung, die wir uns geben das im Zusammenhang bleiben.

01:00:23: also das sind nicht irgendwie vielleicht zwanzigtausend Menschen.

01:00:30: Wir haben den Anspruch, irgendwie ein inneres Band von einem inneren Band zu wissen.

01:00:41: Das ist für mich eigentlich ein wesentlicher Aspekt für diese Hochschule auch.

01:00:45: Also der Sache verbunden zu bleiben und einen würdigen Umgang damit zu haben und es nicht in Veroberflächlichung oder Veräußerungen zu bringen... die der Sache nicht würdig wäre.

01:01:00: Ja, aber das ist immer schon, da sind wir jetzt schon, können wir gehen, wo schon Richtung Ende unseres Gesprächs?

01:01:04: Aber wir wissen noch in etwas schwierigen Punkt weil ich finde es genauer Punkt.

01:01:10: also die Frage ist ja was heißt Spiritualität heute?

01:01:13: und sie hat etwas von alltäglichen, aber intimen intensiven Momenten bis hin zu Bemühungen.

01:01:21: du hast jetzt gerade auch angesprochen so ein Verband eine Gemeinschaftsaufgabe zu sehen von Menschen, die sich der Anthroposy wie verbunden fühlen.

01:01:33: Also einer zur Recht auch wissenschaftlichen Richtung und das macht es ja ganz schwierig weil ich will jetzt da nicht auf andere Richtungen gehen.

01:01:42: wir haben das in der theologischen Disziplin ja genauso.

01:01:45: das Problem ist die Theologie eigentlich überhaupt eine Wissenschaft?

01:01:49: Kann ich über geistige Phänomene so wissenschaftlich arbeiten, wie ich das aus den anderen empirischen sonstigen theoretischen Wissenschaften gewohnt bin.

01:01:58: Geht das überhaupt?

01:02:00: Lassen wir mal nicht vertiefen... Das

01:02:01: wäre ein gesundetes Thema ja!

01:02:04: Das wär ein langes gesondertes Thema.

01:02:07: Aber trotzdem du hast ja trotzdem angesprochen diese Michael-Schule, dieser esoterische Schule in der Anthroposophie als etwas zu verstehen unter heutigem Zeit was dessen Texte alle öffentlich sind, wo aber dennoch so eine gewisse... also eine Würde und eine gewissere Respekt.

01:02:29: Und auch eine gewissen Demut kann man auch fast sagen gegenüber den gewaltigen Kräften einer Rolle spielen.

01:02:36: Das heißt wir gehen überhaupt davon aus dass es sowas wie eine spirituelle Wirklichkeit

01:02:40: gibt

01:02:40: die auch Wirkung hat weil sonst müssten wir diese Demute gar nicht aufbringen.

01:02:45: dann wäre es halt irgendein schönes Bild Tolle Musik, finden wir es toll.

01:02:51: Aber das sind ja dann menschliche Werke.

01:02:53: und ab wann wird so etwas zu einer geistigen Wirklichkeit?

01:02:57: Doch dann wenn sie eine eigene Wesenhaftigkeit hat

01:02:59: und uns

01:03:00: gegenüber tritt also wenn die geistige Wirklich- keit ist ja nicht nur etwas was einfach von uns geschaffen ist dass wir uns ausgedacht haben oder irgendein kluger Prophet sondern was als Wirklichheit gibt.

01:03:13: Das macht ja das Besondere des Spirituigtes.

01:03:15: Wir sagen, neben dem was wir unsere sinnliche Erkenntnis haben, neben den Tisch und unseren Fähren gibt es noch etwas und vielleicht auch unseren Herzen, was schon mal sehr viel ist, gibt es aber noch etwas unserer Wirklichkeit, was sozusagen über diese irdischen Dinge hinausweist?

01:03:32: Ja.

01:03:33: Ist das richtig?

01:03:34: Ja unbedingt!

01:03:38: Das ist aber in heutigen Zeiten nicht selbstverständlich.

01:03:43: Aber darum wird sich die Zukunft drehen, denke ich.

01:03:47: Also alles ruft danach... sozusagen wach zu werden für die Kräfte hinter dem Sichtbaren.

01:03:56: Also, weil wenn wir ... Wir sehen ja wo das hinführt Wenn wir rein nur materialistisch denken also der Nazismus der sich immer weiter ausbreitet Die Kriegstreiberei in der Wehrleben Das hat doch viel mit Abwesenheit von jeder spirituellen Sensibilität zu

01:04:16: tun.

01:04:17: oder auch religiöse Knechtschaft Also kennen wir ja auch, aus der Gegenwart hat mit Abwesenheit von Sensibilität für Spiritualität zu tun.

01:04:32: Wenn wir diese Welt als eine menschliche Welt gestalten wollen, also nicht nur für die Menschen sondern auch für die Tiere und Pflanzen.

01:04:40: Für unseren Boden der uns ernährt.

01:04:42: Für das Gewässer, die uns das Leben ermöglichen.

01:04:46: Wenn das aus einer menschlichen Kraft Zukunft finden soll dieser Welt dann müssen wir uns sensibilisieren für das was nicht sichtbar ist.

01:05:01: Ich glaube, es gibt ganz wenige Menschen eigentlich im letzten die Anzweifeln.

01:05:07: Dass es Kräfte darüber hinausgibt.

01:05:10: aber wir tun uns so schwer das sozusagen an unseren Lebensalltag heranzulassen und daran zu orientieren auch das zu respektieren im Alltag einzubeziehen uns zu öffnen und wirklich, wie soll ich sagen für die Lebenskräfte auch in dieser tollen Natur jetzt, wie sie da draußen gerade zu erleben ist.

01:05:36: Wirklich

01:05:37: Frühlingszeit!

01:05:38: Für die Lebenskraft wirklich sensibel zu werden und so sagen Ich nehme ernst was ich da draußen sehe.

01:05:45: Ich nehme auch ernst wenn ich ein Maisacker sehe wie da der Boden vergiftet wird, wie der Boden ausgewaschen wird.

01:05:53: Wie bei jedem Starkregen aus diesem Maisacke sozusagen der Humus weggewaschen wird weil er von seiner Art, wie eben bewirtschaftet wird nicht den Boden halten kann.

01:06:05: also diesen Schmerz auch zu erleben.

01:06:07: nur ein Beispiel.

01:06:09: Also nehmen wir uns ernst in dem was um uns herum wirklich erlebbar sein könnte oder zu erleben ist, wenn wir wirklich hinschauen.

01:06:23: Bist du schon fast ein Schlusswort?

01:06:25: Ich bin nicht so

01:06:25: weit gegangen.

01:06:26: Jetzt bin ich jetzt zu weit

01:06:28: gegangen!

01:06:29: Nein, das war voran.

01:06:30: Ich wollte noch viel nur rein.

01:06:31: Das Thema ist heute nicht Anthroposofie, sondern Spiritualität und Anthropo-Sophie ist nun eine spirituelle Richtung für die du als Generalsekretärin auch stehst.

01:06:44: Ist ja klar pro Domo.

01:06:46: Ich habe mich der Anthroposofie auch verbunden, war aber vielleicht nur eine Anmerkung.

01:06:53: Anthropo-Sophia ist die Weisheit von Menschen.

01:06:58: Also Sufias ist die weisheitslehre und das heißt es geht schon... Es ist ein anthropocentrisches Weltbild was die Anthropösofie vertritt Aber mit guten Gründen.

01:07:09: Nämlich zu sagen, ich meine was sollen wir Menschen anderes tun?

01:07:12: Wenn jetzt bei den Pavianen oder bei den Wahlen vergleichbare Bewusstseinsbestrebungen entdecken würden dann können wir mit einer Wahlosophie in Kontakt treten und auch nicht haben wir die nicht.

01:07:24: Also sind wir verantwortlich für die Wale und die Paviane und für die Mais-Felder.

01:07:31: Ich wollte nur sagen, was ich jetzt mitnehme aus unserem Gespräch.

01:07:35: Fand ich es doch in mehreren Wellen?

01:07:38: Wir müssen schon auch etwas tun!

01:07:40: Also was tun hat Lenin gesagt, aber was das tun, sagen wir ja auch.

01:07:43: Wir müssen etwas tun und die reine Passivität rettet uns nicht.

01:07:49: Wir müssten auch der Welt entgegen.

01:07:54: Und ich meine, ich selber habe manche... Ich bin immer noch katholisch.

01:07:58: Ich glaube, das ist sogar ein Pfarrgemeinderat.

01:08:01: Ich bin gestern im Kirchenkorps gesungen und gestern morgens tatsächlich, wo es dann Montag war.

01:08:06: Aber auch mal in den letzten Jahren war ich in dem japanischen Senbuntistischen Tempel mehrmals gewesen zu einem Retreat.

01:08:16: Und ich war jetzt früher bei einem Joggen buddhistischer Retreat.

01:08:19: also Halt mich auch für offen, weil ich finde, spannend wie andere das machen.

01:08:24: Wie andere diesen Weg gehen.

01:08:25: und was ich sehe ist alle ernsthaften Bestrebungen arbeiten ohne Arbeit.

01:08:32: Ohne Arbeit an dir geht es nicht

01:08:34: genau.

01:08:34: Und ich glaube, das ist ein ganz wichtiger Punkt.

01:08:36: Das kann man glaube ich auch eben sagen.

01:08:37: Spiritualität ist einerseits ein Geschenk, was es in der Welt gibt.

01:08:41: Ja,

01:08:42: das göttliche spirituelle ist ja da.

01:08:44: Das ist auch ohne uns erst mal da.

01:08:46: aber die Anthroposophie hat nicht bei Steiner sehr gut gesagt Die Götter brauchen auch uns, Gott braucht auch uns.

01:08:53: Also es ist nicht so, dass wir irgendwo leben die Hierarchien sondern wir als Menschen haben auch einen Beitrag.

01:09:00: Wir sind nicht die Konstrukteure der Göttlichkeit aber wir sind ein Gegenüber.

01:09:06: Kann man das so sagen?

01:09:07: Ja unbedingt und ich würde sagen Das habe ich eigentlich jetzt am Anfang schon des Gesprächs versucht mit anderen Worten.

01:09:18: Es braucht eine Erkenntnishaltung, um ethisch handeln zu können und es hat viel ... ja genau!

01:09:32: Ja, das ist... Jetzt komme ich noch einen Punkt dazu bringen.

01:09:35: Aber das lassen wir mal bleiben.

01:09:36: Wenn könnt ihr jedes

01:09:37: Thema so... Jedes Thema ist ein Anfang

01:09:40: von den großen

01:09:41: Themen?

01:09:41: Genau

01:09:41: und dazwischen gibt es die Lücken.

01:09:42: Gibt's ja auch Momente der Ruhe und des Innerhaltens.

01:09:45: also da Zwischenraum ist er auch ein ganz wichtiger Raum.

01:09:48: Der ist ja nicht leer.

01:09:49: Das ist ja was die negative aus dem östlichen Denken auch kommt.

01:09:54: Nichts ist ja kein nichts.

01:09:55: Das Nicht ist auch wieder der Beginn von allen.

01:09:58: So, aber jetzt hören wir trotzdem einfach mal auf.

01:10:00: Weil ich glaube... Wollten wir jetzt nur irgendeine Schlusswort sagen?

01:10:05: Wir wollten eigentlich Ausgabe noch über Spildetalitäten gesellschaftssprechen.

01:10:08: Das haben wir jetzt eigentlich nur indirekt immer wieder gemacht.

01:10:11: Aber vielleicht gibt es das Thema angesprochen.

01:10:13: Vielleicht doch spreche ich nur einen Punkt an.

01:10:14: zum Schluss.

01:10:17: Du hast immer wieder versucht mich hinzubringen und da ist es auch einfach von dir aus gemacht dass wir auch eine ökologische Verantwortung haben.

01:10:24: Eine Verantwortung für unsere Welt natürliche Welt, auch wenn wir geisteswissenschaftlich, wenn wir spirituell sind heißt es ja keineswegs dass wir die Natur gering schätzen sondern sie ist ja die Quelle unserer

01:10:40: Spezialität.

01:10:40: Ja genau

01:10:41: und ich glaube das diese Frage wie schafft man eine also auch die Entelechie der Natur zu respektieren?

01:10:47: Die Enteleche eines Huns, eines Rindes,

01:10:51: die

01:10:51: mich nur daran bestehen kann für uns abgerichtet in fabrikartigen Verhältnissen vor sich hinzu vegetieren.

01:10:57: Also wie schaffen wir sozusagen auch Respekt für die Seinskraft und die Bestimmung, der uns anvertrauten Wesen zu erreichen?

01:11:07: Verstehe ich das.

01:11:08: Da habe ich es so zu verstehen.

01:11:09: Finde ich total wichtig!

01:11:10: Und da gilt's, dass jeder sich selbst auch ernst nimmt.

01:11:14: des Erste.

01:11:15: Wichtige ist nicht weggucken wirklich hingucken wie eigentlich desaströs unsere Ernährungskultur eigentlich wirtschaftet.

01:11:27: Ich habe eine Verantwortung, wieder neu in Verbindung zu kommen.

01:11:33: So sehe ich das.

01:11:40: mehr Verbindung zur Natur wieder aufzubauen, wirklich hinzuschauen.

01:11:47: Der Schmerz der Natur war zu nehmen den Verlust egal ob Artensterben oder Klimafragestellungen, Wasserfragestellungen.

01:11:59: Den Verluste, den wir beobachten können auch zu beobachen und wieder neu in Verbindung zu kommen.

01:12:06: Ich glaube darum wird es gehen.

01:12:08: Die Zeit der Trennung ist vorbei, dass wir sagen können da draußen ist die Natur.

01:12:13: Die soll uns gefälligst ernähren und hier sind wir die Herren genau.

01:12:21: Wir müssen diese Trennung überbinden.

01:12:23: Der Natur wird es nur gut gehen wenn wir uns um sie kümmern und uns wird's nur gutgehen Wenn wir diese Verbindung wieder herstellen können.

01:12:32: Das können wir auch nicht an einen Demeterhof delegieren und das gelingt nicht, diese Verbindung herzustellen indem ich durch den Wald schocke und meinen Stress dort ablade.

01:12:42: also es braucht andere Qualitäten und da stehen wir ganz am Anfang.

01:12:47: aber ich glaube dass ist ein großer Weg denn auch die Anthroposophie insbesondere versucht aufzuzeigen und ja... Da gibt's viel zu tun.

01:13:02: Ja, das würde ich ja lange ändern.

01:13:04: Wir jetzt trotzdem mal... Ich wollte schon wieder neues Thema aufmachen!

01:13:07: Das machen wir jetzt nicht.

01:13:07: Wir beenden es hiermit.

01:13:09: Ich danke dir liebe Monika ganz herzlich für dieses schöne und intensive mehr andere aber doch berührende Gespräch.

01:13:16: Danke dir sehr dafür und ich danke auch dir am Endgerät, am Bildschirm, am Kopfhörer, am Lautsprecher wo auch immer du uns jetzt hier begleitet hast.

01:13:28: Dank dir für deine Aufmerksamkeit.

01:13:30: Dies war Folge neunzehn von Fortschritt der Ise-Podcastgespräche über soziale Nachhaltigkeit und was sonst wirklich wichtig ist.

01:13:45: Thema unserer Folge war, Was heißt Spiritualität heute?

01:13:50: Unser Mein Gast war Monika Elbert, Generalsekretärin der Anthroposobischen Gesellschaft in Deutschland.

01:13:56: Ich danke dir sehr für die Zeichen du mir genommen hast!

01:13:59: Herzlichen Dank auch.

01:14:00: Es ist immer ein Anlass, wenn man Fragen gestellt bekommt sich nach innen zu wenden und sehr herzlichen Dank dafür!

01:14:09: Danke.

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