18 - Fortschritt - der ISÖ-Podcast - Folge 18 - Demokratie durch Jugend

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00:00:13: Herzlich willkommen zu Fortschritt der ISE Podcast Gespräche über soziale Nachhaltigkeit und was sonst wirklich wichtig ist.

00:00:23: Heute Folge Achtzehn, Demokratie durch Jugend!

00:00:30: Achtung damit bin ich nicht gemeint mit Jugend sondern hier mein heutiger Gast Sophia Hofer Geschäftsführer Jugendpresse Deutschland, wir werden noch gleich mehr über dich erfahren.

00:00:42: Du bist hier dabei.

00:00:45: Sag mal kurz was Nettes mit... Hier

00:00:47: gerne!

00:00:47: Vielen Dank für die Einladung.

00:00:49: Ja,

00:00:50: gleich geht's weiter.

00:00:50: Ich will jetzt nur kurz was sagen weil wir heute mal die Aufzeichnung in einem ganz anderen Rahmen als sonst machen.

00:00:56: Wir befinden uns jetzt hier.

00:00:58: dank dir oder wegen dir kann man so sehen befinden wir uns jetzt im Publix heißt es.

00:01:03: Genau, Publiks

00:01:05: Publix sagst du?

00:01:06: Genau.

00:01:06: Nicht

00:01:06: Publx?

00:01:07: Ich glaube, das wird eingeräuscht.

00:01:11: Ich glaube beide Formen sind aber total möglich.

00:01:13: Okay

00:01:14: dann sagen wir jetzt mal PublX für heute.

00:01:16: Sagst einmal ein, zwei Worte dazu weil ich kannte es bisher gar nicht.

00:01:19: Ja gerne!

00:01:20: Das PublIX ist relativ neu in Berlin und es ist eine Ort Öffentlichkeit und gemeinnützige Journalismus.

00:01:28: Ich hoffe, ich habe das jetzt richtig gesagt.

00:01:30: Ansonsten wird uns Maria Exner noch mal schreiben und sagen, dass stimmt nicht ganz.

00:01:38: Genau es ist eben eine Ort um Journalismos neu zu denken, um Innovationen im Journalismus neu zu danken, um Öffentlichkeit auch neu zu Vereint.

00:01:49: eben auch sehr viele tolle Organisationen, die sich eben genau diesem Ziel verschreiben.

00:01:55: Die Medienbildung betreiben, die gemeinnützigen Journalismus betreiben und hat einfach auch einen... Wir sind mitten in Neukölln also es hat seiner...

00:02:03: Hinter dem Kirchhof der Josa-Lehm-Gemeinde.

00:02:06: aber sag mal du warst davor schon bei dem Termin gerade auch hier gewesen im Haus?

00:02:10: Nein ich war bei einem anderen Termin mit einem Partner, mit dem wir zusammen dieses Jahr unsere Youth Media Convention umsetzen wollen.

00:02:21: Da kommen gleich noch viele Projekte.

00:02:22: Aber ganz letztes Wort zum Publikus... Du hast mir das empfohlen weil du jetzt in deiner Nähe warst und dann dachte ich naja gut auch wir kommen entgegen.

00:02:30: Ich bin ein entgegenkommter Mensch nicht immer aber oft und jeweils da.

00:02:34: und dann haben wir uns gesagt es wird finanziert von der Schöpflin-Stiftung.

00:02:40: Die Ehre, natürlich ist das ein schwäbische Stiftung.

00:02:42: Übrigens gab es früher mal einen Schöpflin-Modeversandhaus.

00:02:47: Meine Mutter und mein Großmutter haben daraus gekauft.

00:02:49: Ein Schöpfling-Katalog.

00:02:51: Und die haben also jetzt hier dieses Bunglaus von Außen, aber hübsch!

00:02:54: Wir sind jetzt in einem Podcaststudio.

00:02:56: Wir hoffen, dass heute der Westmögliche Podcast entsteht, den wir jemals gemacht haben von der Tonqualität her.

00:03:01: Aber wir geben uns auch über die innertige Qualität.

00:03:04: Wir haben heute ein Thema Demokratie durch Jugend.

00:03:10: Das ist natürlich ein merkwürdiges Thema, also ich habe schon ein bisschen angedeutet.

00:03:13: Ich bin da nicht dazuständige weil mein Jugend ist eine Weile vorbei.

00:03:17: Bist du noch jungen?

00:03:17: Würdest du sagen höchstens zu einen Jugendlichen?

00:03:19: Ich fühle mich noch jung!

00:03:20: Ich würde mich nur als jungen Menschen bezeichnen, aber ich bin auch zweiunddreißig.

00:03:24: Also falle ich auch schon laut der Definition sowohl von der Europäischen Union als auch vom Ministerium hier in Deutschland vom Bundesjugendministerium nicht mehr... zur Kategorie Jugend.

00:03:36: Also in Deutschland ist Kategorien Jugend bis siebenundzwanzig Jahre, auf der EU-Ebene sogar bis dreißig Jahre.

00:03:43: Also du bist schon raus?

00:03:44: Ich bin erst recht raus!

00:03:46: Aber trotz wir machen es trotzdem, wir tun einfach so als ob wir mental ein bisschen jünger sind.

00:03:49: aber der praktische Grund warum wir das machen ist ja... Du bist Geschäftsführer in der Jugendpresse Deutschland

00:03:55: e.V.,

00:03:56: dazu kannst du gleich mal zwei, drei Worte sagen und vielleicht sage ich nur ein Wort.

00:03:59: warum wir überhaupt mit anderen sprechen ist.

00:04:01: Im vergangenen Jahr im Sommer zweitausendundfünfundzwanzig.

00:04:05: also wenn du den Podcast jetzt hörst, also du sag ich jetzt mal zuhörst an Endgeräten, Spotify, Bebelpodcast oder YouTube war immer dann ist es vielleicht schon im Jahr zwanzig, aber jetzt ist es zweitausendsechsundzwanzig.

00:04:19: und letztes Jahr vor einem guten halben Jahr haben wir den Bericht veröffentlicht.

00:04:22: Wir haben nämlich beauftragt worden von euch die Evaluation oder die Wirkungsanalyse hieß es formal der Jugendpolitik Tage zwei tausendfünfeinzwanzige zu machen.

00:04:32: dazu werden wir nachher noch kommen.

00:04:33: ein paar Worte was ist eigentlich überhaupt eine große Konferenz?

00:04:36: Ist klar!

00:04:37: Da haben wir uns kennengelernt erst gar nicht genau verstanden, was ihr eigentlich seid.

00:04:45: Ja?

00:04:45: Ich habe immer gedacht, ihr seid so eine Dachvereinigung Jugendpresse Deutschland aller Jugendpresso-Initiativen.

00:04:51: Aber das seid ihr glaub ich nur zum Teil!

00:04:53: Aber erzähl mal bisschen.

00:04:54: Was ist die Jugendpressee Deutschland?

00:04:55: Das ist mein Job, das zu erzählen und genau die Jugend Presse Deutschland.

00:05:02: Wir sind der Bundesverband junger Medienmachern da und sind natürlich in dem Sinne auch ein Zielen eben darauf, junge Medieninteressierte Menschen zu fördern.

00:05:16: Das geht los von jungen Leuten die irgendwie Interesse haben sich journalistisch auszuprobieren.

00:05:22: das machen wir mit unterschiedlichen Medienbildungs- und Beteiligungsprojekten sei es unsere Lehr- und Lernredaktion Politik Orange wo junge Menschen zu politischen Themen recherchieren dürfen eine Redaktion ...nachspielen, also nicht nachspielen sondern sie bilden eine Redaktion über einen Wochenende mit einer jugendgeleiteten Chefredaktion und... Also

00:05:42: so eine Art Lab machen Sie dann?

00:05:44: So eine Art Laboratory oder so eine art Probelauf.

00:05:47: Kann man im Kontext zu machen genau.

00:05:51: aber wir haben auch ein großen Augenblick eben auf jugendeigene Medien.

00:05:55: dazugehören vor allem auch Schüler in der Zeitung um diese jugendeigenen Medien zu fördern, zu stärken.

00:06:02: das ist unser und wir unterstützen natürlich auch junge Medieninteressierte Menschen dabei, Journalismus zu machen indem wir ihnen zum Beispiel die Jugendpresseausweis rausgeben.

00:06:12: Also junge Menschen wie Bock... Genau!

00:06:17: Man muss eben Mitglied in einer unserer Landesverbände sein und nachweisen dass man journalistisch tätig ist.

00:06:22: das wirklich sehr niedrigschwellig.

00:06:25: kann eben sein, dass man ein Schülerzeitungsartikel einreicht oder einen eigenen kleinen Blog hat.

00:06:30: Oder ist schon das sich auf Social Media unterwegs?

00:06:33: Das ist sehr niedrigschwellig alles!

00:06:36: Und wenn man da berichtet, kann man eben den Jugendpressausweis beantragen und damit sich auch ausweisen.

00:06:42: Sich für Veranstaltungen akkreditieren oder von Demonstrationen berichten, wenn man sich vor der Polizei ausweisen muss.

00:06:49: also all das ermöglicht mir.

00:06:51: Das ist natürlich sehr niedrigschwellig.

00:06:54: Na, das war schon ein kleiner Werbetrailer für die Jugendpresse Deutschland und natürlich die Landesverbände auch.

00:06:59: Die haben aber auch eine schöne Webseite.

00:07:00: Wir werden ja auch zu unserer heutigen Podcast auch Show Notes machen, dann werden wir die Linkszeilen entsprechend verlinken Sodass du am Endgerät, wenn das was wir besprochen haben gut fandest noch mal nachlesen kannst.

00:07:11: Ist auch wichtig dass man das ganze ja auch als Initiation im Moment sieht wie man in politisch interessierte Kommunikation kommt weil das ist eigentlich unser Hauptthema heute.

00:07:21: unsere Frage ist ja eigentlich also ich will mal so sagen zwischen dem was wir letztes Jahr gemacht haben diese Jugendpolitik-Tage evaluiert da haben wir ein Buch geschrieben.

00:07:31: jetzt habe ich auch dabei

00:07:33: Es

00:07:35: ist ein bisschen peinlich, das habe ich mir vergessen rauszulegen.

00:07:40: Aber da ich meine Tasche gleich hier habe... Jetzt ist es ein bisschen painig in dem Podcast, dass sich jetzt dann daneben an aus dem Bild verschwinde.

00:07:47: aber gut die Welt ist ein wenig rustikal an der Stelle.

00:07:52: Und für die Audioleute, die haben eh nix davon.

00:07:54: Die können eh nicks erkennen.

00:07:55: aber die Videoleute sehen würden sie jetzt zumindest mal unseren Endbericht.

00:07:59: und wir waren auch drauf verlinken.

00:08:01: Jugendpolitik Tage, Rückungsanalysen, Jugendpolitik-Tage und diese Studie, die hatten wir... Achtzig Seiten, da waren die bloß nur die oder vier mehr Seiten?

00:08:10: Hundert und...

00:08:11: Zumindest im A four Format.

00:08:13: Ja,

00:08:14: also gut, hundertreizend Seiten!

00:08:15: Aber ja, warum ich das erwähne ist natürlich weil Die große Frage, die wir heute diskutieren wollen ist ja wie kann man junge Leute mit Politik infizieren?

00:08:30: Das klingt blöd.

00:08:31: Aber wie kann sie motivieren sich dafür zu interessieren?

00:08:34: und da werden wir glaube ich in verschiedene Richtungen besprechen weil da gibt es ganz unterschiedliche Gesichtspunkte.

00:08:39: Es gibt den ganzen klassischen Breit der Jugendbildung Es gibt auch der Jugendmedienbildung, also klassische Bildungsdinger.

00:08:45: Ich bin von meiner Ausbildung noch mal Erziehungslissenschaft.

00:08:47: Das ist schon lange her.

00:08:49: aber die Frage wie kann man sie motivieren?

00:08:51: Aber auch die Frage Wie kann man... das interessiert mich ehrlich sagt doch mehr als Soziologe Ist die Frage, wie kann ein Interesse was besteht kultivieren?

00:09:02: Wie kann es so machen dass die Leute nicht gleich die Lust verlieren dass sie sozusagen auch länger dabei bleiben.

00:09:07: Weil ich merke, also das ist interessant ist, dass vielleicht so jetzt habe ich keine Zahlen mitgebracht die werde ich aber dann verlinken.

00:09:14: Zum Beispiel gab es in allen möglichen Länder Europas.

00:09:17: Es gab verschiedene Studien, die sagen, dass die Jugendlichen zunehmend um eine Art Enttäuschung über Politiker, dass sie einen Vertrauensverlust hat, dass Sie den Politikern und Politikerinnen dem System nicht trauen.

00:09:30: Und es ist auch kein Zufall, dass genau aus diesem Misstrauen ein System ist Trauen.

00:09:36: Doch auch eine Revolte ist sich entwickelt, aber eine andere Volte als in meiner Jugend zum Beispiel.

00:09:41: Die dann eher links war die Revolta.

00:09:43: Ist jetzt so eine Revalte eigentlich nicht rechts?

00:09:46: Na ja,

00:09:46: die letzten Landtagswahlen, ich will das keine nennen weil wir wollen ein bisschen aktuell bleiben.

00:09:50: Hoffentlich ändert sich das!

00:09:52: Dann ist meine jetzige Bemerkung nicht mehr aktuell, aber jetzt im Augenblick... Jetzt sind gerade im März, Ende März zwei tausendfünf sechsundzwanzig.

00:10:01: bis es gesenden wird vergehen noch einige Wochen Dann ist die Erinnerung vielleicht wieder verblasst, aber sich bewusst zu machen dass in Rheinland-Pfalz die Mehrheit der junge Leute AfD gewählt hat.

00:10:13: Das ist auch kein Spaß!

00:10:15: Das ist kein Spaß das ist korrekt.

00:10:19: ich werde jetzt auch ungern die Wahlergebnisse analysieren, damit habe ich mich zu wenig damit auseinander gesetzt.

00:10:29: Das

00:10:29: formuliert sehr gut

00:10:30: junge Menschen in Rheinland-Pfalz bewegt.

00:10:33: da hat sich eine Redaktion von der Politik orange viel mehr damit aueinandergesetzt.

00:10:38: Kannst

00:10:38: dann einen Link drauf schicken was sie

00:10:39: ausgefunden haben?

00:10:40: Genau genau war es aber vielleicht einfach noch mit bedenken.

00:10:45: also Studien zeigen jetzt nicht unbedingt ein Rechtsruck bei Jugendlichen das stimmt nicht.

00:10:53: unterschiedliche Studien zeigen, dass junge Menschen durchaus sich in der Mitte der Gesellschaft verordnen bzw.

00:11:00: auch tendenziell eher progressive Lingetendenzen weiterhin haben – zumindest im Vergleich zur Restgesellschaft.

00:11:11: aber natürlich dieser Frust sich umsteigt und was man nicht vergessen darf war es die AfD schafft das weiß ich eben nicht ob die Zahlen das tatsächlich abbilden.

00:11:22: Jugendliche, die bisher nicht gewählt hätten erreicht das sie wählen.

00:11:27: Also dass der Anstieg dadurch auch kommt, dass sie eine neue Wählerschaft mobilisieren.

00:11:32: Die Nicht-Wählermotivation ist in der Tat gewaltig und die resultiert natürlich aber trotzdem wie was wir gerade gesagt haben so dieses Problem des Verdrusses einer gewissen Frustration Das kennst du doch auch, die was ihr auch erlebt habt.

00:11:49: Ich erlebe es immer wieder im Freundes- bekannten Kundenkreis wo er macht.

00:11:52: Die Frustration

00:11:53: zeigt ja auch in die andere Richtung also dass junge Leute mit dem aktuellen politischen Diskurs oder auch mit der Richtung nicht mehr ganz so zufrieden sind.

00:12:03: das ist hier nicht nur der Ausschlag zur AfD sondern es zeigt ja wenn man jetzt Bundeszentbarometer sich anschaut, dass auch gerade die Linke, gerade bei den jungen Leuten verstärkt Zulauf hat.

00:12:17: Genau,

00:12:17: der hatte einen Zulau und das viele natürlich mit dem Kapitalismus oder mit unserem Wirtschaftssystem, auch mit dem Ökologiesystem sehr unzufrieden sind.

00:12:24: Das ist eine andere Motivelage als bei den Konservativen aber so eine gewisse Unzufriedenerheit.

00:12:28: Jetzt könnte man natürlich sagen wir kommen in das erste Thema was wir besprechen wollen.

00:12:31: Die muss man nochmal aufschreiben.

00:12:32: Ich habe exzellentzentlich am Unterdehn trotzdem anzuschauen.

00:12:36: Also nochmal eben, dass wir eben politische Beteiligungen und Vertrauensverluste haben.

00:12:42: Ja das ist unsere Einstellung.

00:12:43: Wenn es geil ein bisschen vertiefen, aber bevor man in die Vertiefung der fachlichen Diskussion geht möchte ich doch noch mal bisher mehr mit dir als Person sprechen weil... Ich kann auch mein Methodchen hintergrund sagen.

00:12:55: Hintergrund ist der.

00:12:56: Ich sage mal so, Politikspolitische Motivation entsteht natürlich auch durch Konflikterfahrungen ihre Erfahrungen mit Konfligten.

00:13:05: Und ich musste jüngst denken, Jünges ist ein junger-grüner, schwuler-grüner zum Oberbürgermeister in München gewählt worden.

00:13:11: Warum hat er sich politisch motiviert?

00:13:13: Er war eigentlich Physiker irgendwie überhaupt nicht politisch interessiert und dann gab es irgendein Konflikt.

00:13:17: Ich habe es schon vergessen.

00:13:18: welcher ist das?

00:13:18: Irgenden Konflikte seiner Umgebung?

00:13:19: der hat ihn gestört da hatte sie engagiert und Dann war das so eine Art von Kette wo man von einem immer wachsamer wird.

00:13:26: und dann ob's Bürgerinitiativen waren oder bei mir war es Antiatombewegungen oder andere große soziale Konflikte wie was bei dir bist du zu der geworden, die du jetzt im Augenblick bist?

00:13:37: Ja das ist eine sehr gute Frage.

00:13:42: Vielleicht sind kurz ein bisschen meinen Wertegang einmal darzustellen.

00:13:45: also ich glaube dass Interesse, sich zu engagieren und teils in dem ist schon seit der Schulzeit da.

00:13:52: Also ich habe gehören natürlich zu diesen klassischen Menschen wie wir sie in der Jugendpresse auch haben die eben in der Schülerzeitung mitgemacht haben.

00:13:59: Warst du

00:13:59: auch Klassensprecherin?

00:14:00: Ich war auch Klassensprechterin, ich war auch SchülersprecherInnen also StreberInnen.

00:14:07: Absoluten

00:14:08: Streber

00:14:08: In den Noten gehabt oder

00:14:09: ja?

00:14:10: Ja genau!

00:14:13: Und das Interesse tatsächlich in der Spieler Zeitung mitzumachen weniger politisch motiviert, sondern am Spaß am Schreiben motiviert.

00:14:22: Neugier an der Welt die Welt durchschreiben zu entdecken.

00:14:25: und das hat mich in die Schülerzeitung gebracht.

00:14:28: und in der Erfahrung der Schülerinnenszeitungsredaktion setzt man sich natürlich mit aktuellen Themen auseinander sei ich schulpolitischer Themen, sei es Themen die irgendwie die Schülerinnenschaft in der Umgebung bewegen, sei es aber auch und das ist ja auch ein super wichtiger Wert von Schülerinnenzeitungen.

00:14:46: Das SchülerInnenzeitungen oft die großen Themen, Zeit, Spiegel, whatever diskutiert werden.

00:14:53: Auch sich annehmen und oft runterbrechen auf einem Peer-Level.

00:14:57: Das

00:14:57: hat mir natürlich auch großen Spaß gemacht!

00:14:59: Kannst du dir dann einen Beitrag erinnern, in dem du das musst deine zwanzig Jahre ... Nee, zwölf Jahre vor Zwalsinale hängst?

00:15:03: Ah, ich will nicht zurückrechnen...

00:15:06: Aber ungefähr!

00:15:06: Also kannst du ja in deinem Thema machen, wozu du es geschrieben hast damals?

00:15:13: sehr viel.

00:15:14: Ich bin letztens umgezogen und da bin ich, ist mir nochmal mal eine alte Zeitung in die Hand gefallen.

00:15:20: Ich muss sagen als ich es so durch geplättert habe... Die Jugendpresse gibt ja auch den Schülerzeitungs-Wettpreis raus und zeichnet die besten Schülerinnen Zeitungen Deutschlands aus.

00:15:31: Ich glaube, meine Zeitung hätte da keine Chance gehabt.

00:15:34: Das muss ich ganz erstkritisch sagen!

00:15:36: Also das ist wirklich beeindruckend was zum Teil Schüler in der Zeitung und dass in allen Schulformen da leisten...

00:15:44: Und umgehst du es mal in die Frage?

00:15:45: Ich

00:15:46: umgehe die Frage genau.

00:15:47: Es fällt mir nicht mehr ein.

00:15:50: Ich glaube was mir einfällt, das ist so ein rein schulpolitisches Thema.

00:15:57: Wir hatten damals Auf unserem Schulhof gab es so ein Podest, so einen Holzpodest.

00:16:04: Das war in einer Ecke und das Podest wurde vor allem in der Hofpause dafür genutzt, dass Schülerinnen da rumchillen.

00:16:14: Und das Podeste war halt irgendwie so'n bisschen Marode... ...und der Schuldirektor hat halt überlegt ach dann reißen wir das doch ab wenn das Marode ist.

00:16:25: Wir fanden das halt doof, weil wir es als Chillort mega cool fanden und haben uns dann in der Schülerinnenzeitung auch da ein Artikel darüber geschrieben wie wichtig dieses Podest ist.

00:16:35: Und da auch Interviews mit anderen Schülerinnen geführt so warum sie das für wertvoll sehen oder ob sich vielleicht auch doch...

00:16:49: Das finde ich gut.

00:16:49: Wenn wir uns bewusst machen, dass das Leben besteht ja nicht nur aus den großen Themen Iran Krieg oder Atomografen.

00:16:55: Nein danke sondern besteht eben auch als kleinen Themen und kleine Themen zu denen gehört eben sowas.

00:17:00: aber das sind ja genau im Grunde wenn man es wenn ich es richtig verstehe ist jetzt ein kleiner Konflikt also Interessen konflikten zwischen Generationen oder zwischen unterschiedlichen Akteursgruppen in den Fall der Schule.

00:17:12: Das ist ein Teil wichtig geteilt des Schüler mit Verwaltung.

00:17:15: Ich meine, wenn du Schülersprecherin warst... ...ich war nur immer zweiter Klassensprecher und ich habe es nie zum ersten Mal.

00:17:20: Doch einmal war ich Klassenschrecker sogar aber nur einmal!

00:17:23: Und dann war auch Redakteur in der Schülerzeitung.

00:17:26: Die ist bei uns das Gesicht.

00:17:27: Ich könnte leider auch nicht mehr sagen was ich... Ich muss das geschrieben werden.

00:17:30: Irgendwo in meinen Akten hab' ich noch was.

00:17:32: Ich hab mehrere Artikel geschrieben.

00:17:35: Aber sollte jemals interviewt werden?

00:17:39: Das wird mich keiner interviewt.

00:17:40: Gut, aber dann gehen wir zurück zum Thema... Du hast angefangen ins Schülerzeitung?

00:17:45: Wie ging es weiter?

00:17:46: Genau und ich bin eben über den Journalismus so in das politische auch reingekommen.

00:17:53: Ich glaube auch letztendlich sind es natürlich dann auch Begegnungen die einprägen und die einen auch in der politischen Motivation steigern.

00:18:01: also durch die Schülerinnenseitung habe Seminaren und Workshops irgendwie teilgenommen, um mein journalistisches Schreiben zu verbessern.

00:18:10: Da habe ich dann andere engagierte junge Menschen kennengelernt und schon allein durch diesen Austausch mit anderen engagierten jungen Menschen wird der Horizont immer weiter und man lernt neue Themen kennen.

00:18:26: Genau, das motiviert einen und politisiert einen vielleicht

00:18:29: auch immer mehr.

00:18:30: Was lachen in der Jugendpresse tätig?

00:18:32: Leider nicht weil ich nämlich aus Thüringen komme aus Erfurt und Thüring zu dem Zeitpunkt kein Landesverband hatte jetzt auch immer noch kein Landes-Verband hatte.

00:18:45: Ich bin dann tatsächlich in die Jugendpresso gekommen um ein Netzwerk in Thüringer aufzubauen.

00:18:50: Das ist auch gelungen.

00:18:54: ein paar Jahre bestanden, dass die Herausforderung, die wir eben sehen ist das es total dauert so Netzwerk zu etablieren.

00:19:02: Also da braucht irgendwie stabile Förderungen, stabile Projekte, die anschlussfähig sind, sodass junge Menschen immer wieder neu kommen.

00:19:10: und wenn man erstmal diese ganze Finanzierung aufbauen muss erst mal auch Partnerschaften zum Landeszentralen aufbaut in den Ministerien aufbauern muss dann dauert dass sich so ein Verband auch irgendwie etabliert und Projekte auch etablieren kann.

00:19:27: Und dann kommt in Thüringen eben noch die Herausforderungen zu, ich bin ja auch nach der Schule weggezogen.

00:19:33: Also viele junge Leute ziehen halt erst mal weg.

00:19:35: Thüring ist ein eher kleineres Bundesland mit wunderschönen... Ich

00:19:40: bin immer noch Beamter des Freistaats-Thürings also so!

00:19:43: Naja, ich war ja... Hier stand

00:19:44: sie bei den Jänner.

00:19:45: Genau!

00:19:45: Da waren sie ein jener Professor gewesen bis letztes Jahr.

00:19:48: Also fremd ist mir die Tülle nicht, kann man nicht sagen.

00:19:50: Also es ist ja ein super schönes Bundesland.

00:19:53: Ich bin auch immer wieder gerne in Erfurt Aber Erfort ist mit zweihunderttausend Einwohnern in die größte Stadt Entsprechend Ist natürlich sehr attraktiv nach der Schule erstmal irgendwo anders hinzugehen.

00:20:04: Das kann sich auch nicht jeder leisten.

00:20:06: oder muss man sich erst mal leisten können und auch trauen können ... von zu Hause wegzugehen.

00:20:12: Du hast sie getraut, du bist da woanders hierhin?

00:20:14: Ich habe einen FSJ gemacht genau und bin nach Schleswig-Holstein gegangen in ein Rohrhof!

00:20:18: Also ich bin...

00:20:20: also nicht mehr ins ferne Ausland sondern ins nordländerliche

00:20:24: Bundesland.

00:20:24: Ins nördliche Bundeslands.

00:20:26: Genau.

00:20:28: Und dann hab' ich eben studiert um für das Studium in Münchersächig zurückgekommen nach Erfurt.

00:20:32: Woher ist das?

00:20:33: Was hat sich geblieben?

00:20:34: Ich hab Kommunikationswissenschaften

00:20:36: studiert, genau,

00:20:37: genau.

00:20:38: Okay.

00:20:42: Bin ich irgendwann ins Ausland für Masse, da bin ich ja doch London um politische Kommunikation zu studieren.

00:20:48: Und hab dann auch während des Studiums journalistisch gearbeitet also sowohl beim MDR Thüringen als auch bei Zeit Online in der News Redaktion und haben mich dann aber entschieden mich noch nur neu zu orientieren und zu schauen.

00:21:03: Mich interessiert dieses medienpolitischen, mich interessiert Journalismus als Feld, mich Interessierter bei Jugendarbeit.

00:21:11: Und dann hatte ich die Chance bei der Jugendpresse, also nicht die ersten Jugendpolitik-Tage, sondern als Job.

00:21:19: Bei der Jugend Presse, die Jugendpolitik Tage zwanzig, einundzwanzig zu laden, korrekt.

00:21:24: Als Projektmanagerin sozusagen?

00:21:25: Genau!

00:21:26: Dann bist du irgendwann aufgestiegen von der Managerin zur Geschäftsführerin.

00:21:30: Korrekt Zwischendurch habe ich noch mal eine kleine Abbiegung in einer anderen Organisation genommen, die wir jetzt aber nicht nennen müssen.

00:21:36: Weil es gibt's nicht mehr.

00:21:38: Das liegt aber nicht an mir!

00:21:40: Gut ja was das heißt?

00:21:41: du hast also tatsächlich ein journalistische Ausbildung im Grunde auch gemacht?

00:21:44: Du hast das auf deinem Feld.

00:21:46: Jetzt ist natürlich Journalismus Also als Jugendpresse ist natürlich ein journalistisches Kontext.

00:21:53: Ich finde es bisschen mit dir durch navigieren weil ich jetzt nicht allgemein über Jugendjournalisten sprechen möchte.

00:21:57: da bin ich echt nicht so kompetent.

00:21:59: Wir werden über Demokratie und Jugend, da habe ich deutlich mehr Kompetenzen.

00:22:04: Da kann ich besser mit dir auf Augenhöhe reden.

00:22:06: Dennoch ein, zwei Punkte fallen mir trotzdem ein weil einer meiner Kollegen und Freunde in der ist sehr aktiv in Thüringen übrigens in der Volkshochschule in der offenen Kanalszene gibt ja auch ein eigenes offenes Kanal gesetzt, glaube ich bundesweit sogar.

00:22:22: was er auf Landesebene dann um implementiert werden muss.

00:22:25: es gibt ja dann überall so offene Kanäle.

00:22:27: Haben die irgendwas mit Jugendlichen zu tun?

00:22:29: Fällt mir gerade ein.

00:22:30: Ist es gar nicht so präsent oder ist das eher deine Sache für die älteren Semester?

00:22:34: Also tatsächlich...

00:22:36: Auf eine Kanäle, das sind Bürger-Sender im Grunde, die sozusagen lokale Botschaft, lokale Dinge eigentlich managen sollen eigentlich.

00:22:48: Dezentral organisiert sind oft von Verbrechvereinen und Verbänden getragen werden manchmal vom Volkshochschulen und sowas.

00:22:54: Genau!

00:22:54: Haben die was mit Jugendpasse zu

00:22:56: tun?

00:23:02: Ich kann jetzt nicht für alle Landesverbände sprechen, inwiefern sie mit den offenen Kanälen kooperieren.

00:23:11: Ich kann mir gut vorstellen dass es da definitiv Zusammenarbeit gibt.

00:23:16: die Jugendpresse Deutschland hat auch schon mal mit Alex Berlin kooperiert.

00:23:21: Also genau wo es sich anbietet ist eine Kooperation total sinnvoll, auch weil sie natürlich die Ausstattung haben.

00:23:29: Weil die machen weder Radio oder Fernseh, die machen jetzt nicht Printmedien sondern die machen sozusagen also Radio, Prä-Radiopresse und Lotte Kalan, Lotte Weimar ist so einer der Sender und solche Sachen gibt auf einer Kalahena.

00:23:43: Meine Frage war, warum ich das erwähne?

00:23:45: Ist weil mich interessiert wenn wir noch ein bisschen bei den Mediensachen verweilen.

00:23:49: mediale Öffentlichkeit verändert sich ja auch.

00:23:52: Also wenn ich so ein Drück in meiner Kind halt jugend, da gab es überhaupt gar kein Internet.

00:23:58: Da gab's also keine Social Media.

00:24:00: Es war alles über Printmedien und Printmedie und natürlich gab es auch selbst Fernsehen vor dreißigvierzig Jahren für selbstorganisierte Initiativen eigentlich nicht zugänglich weil das zu aufwendig war, zu technisch aufwändig war.

00:24:15: Das hat sich natürlich massiv geändert letzten jahren.

00:24:17: wie würdest du die Medienlandschaft beschreiben heute.

00:24:20: Es ist auch von einem Verband von Jugendpresse.

00:24:22: Jugendpressel klingt ja so ein bisschen nach Printmedien, seid ihr auf Zeitungen konzentriert oder habt ihr noch andere mediale Formate für euch relevant?

00:24:34: Definitiv sind wir nicht mehr nur auf Zeitung konzentruiert.

00:24:40: Was man natürlich sieht bei den Schülerinnenzeitungen ist das Printprodukt immer noch absoluter Runner.

00:24:50: Das liegt vielleicht auch einfach daran, dass es irgendwie voll toll ist ein Schüler in so einem Ergebnis auch haptisch in der Hand zu halten und zu sagen das auch mal den Eltern zu geben, den Vorken zu geben die ja Oma zu sagen, das habe ich gemacht, das ist mein Ergebnis.

00:25:05: also das hat schon sein eigenen Wert.

00:25:09: nichtsdestotrotz sind natürlich gerade Social Media Absolut das Medium bei jungen Menschen und Social Media ist natürlich dann sowohl Instagram als auch TikTok, aber auch Podcast-Formate sind das neue Ausdrucksmedium von jungen.

00:25:27: Weil es eben sehr niedrigschwellig ist.

00:25:29: also ich brauche vielleicht ein gutes Mikrofon um aufzunehmen.

00:25:35: Ich brauch ein Handy dass vielleicht eine gute Kamera hat unten Ringlicht ... kann ich schon ganz schön viel machen.

00:25:43: Machen wir uns hier auch!

00:25:44: Also unsere Aufzeichnung läuft hier, weil ihr später gar nicht merken, läuft mit dem iPhone und das hat eine super Qualität wenn man das richtig... der Auffall ist nicht ganz gering aber es funktioniert trotzdem.

00:25:58: Man muss ja die Zugänge für TikTok oder Instagram, YouTube... Ich muss ja nicht mehr zahlen um partizipieren zu können.

00:26:10: Natürlich zahlt man mit seinen Datenschützerinnen sagen, aber nichtsdestotrotz sind die Einstiegshörten total niedrig.

00:26:22: Und wir sehen auch einfach den Bedarf, auch in anderen Redaktionen.

00:26:25: Wir machen zum Beispiel auch den Jugendmedien Workshop im Deutschen Bundestag.

00:26:28: Da gibt es dann immer viel Redaktion, Audio, Video, Social Media und Print Text.

00:26:35: Obwohl Text dann wirklich eher für unseren Online-Plog ist.

00:26:39: also das findet am Ende online statt.

00:26:43: Und gerade Social Media Total beliebt, also da wollen alle irgendwie rein.

00:26:50: Dann gehen wir noch mal ein bisschen inhaltlich weiter.

00:26:54: Unser erster Punkt war nämlich gewesen was ist eigentlich überhaupt sich einbringen?

00:27:01: Also unsere Idee war wie kann man das Thema Niedrischfälligkeit angesprochen?

00:27:07: aber sich ein bringen?

00:27:09: setzt es nicht auf eine gewisse Selbstwirksamkeit vor, dass das irgendjemand zuhört.

00:27:13: Also wenn du nur was einbringst und kein Mensch gibt dir eine Resonanz dann bist du ja schnell frustriert.

00:27:18: also wenn eben bei der Schulerzeitung nicht irgend jemand sagt sei ist das da Direktor sagt so ne scheiß Zeitung die finden wir unmöglich die beschmutzt unser ansehen auch gut haben wir haben eine Wirkung gehabt.

00:27:29: Du willst ja irgendwie eine Wirkung auch haben.

00:27:31: Auch ein wichtiger Punkt, diese Responsivität.

00:27:34: Dass die Leute das Gefühl haben, ihre Arbeit oder spielt es gar keine Rolle aus deiner

00:27:38: Beobachtung?

00:27:42: Doch natürlich!

00:27:43: Also eine Form von Responsivität ist auf jeden Fall wichtig... Die Frage ist vom wo kommt sie?

00:27:52: Und ich glaube junge Menschen lassen sich jetzt nicht super schnell entmotivieren wenn der Schulleiter das nicht kommentiert.

00:28:02: Das kann ja auch von den anderen Schülerinnen oder anderen jungen Menschen.

00:28:05: Also ich glaube, die Peer Group ist da sehr wesentlich.

00:28:10: Wenn man auch der Peer-Group schon nennt das es cool mit hat und ich glaube was in der Selbstwirksamkeit auch oder das Motivierende auch ist, ist tatsächlich dieses Gefühl Ich mach hier etwas gemeinsam mit anderen Leuten.

00:28:22: Dieser soziale Faktor Wir ziehen irgendwie an einem Strang.

00:28:27: Wir arbeiten gemeinsam auf was hin und sei es eben diese Schülerinnenzeitung, sei es das Camp, sei ist die Petitionen, die ich zum Erhalt der Bushaltestelle

00:28:38: starte.

00:28:39: Genau also und glaube allein dieses Gefühl wir machen gemeinsam etwas.

00:28:45: Das ist schon total wertvoll.

00:28:47: Okay, das wäre jetzt halt ein zweites Block unseres Gesprächs mit Motivation und Selbstverzugsamkeit.

00:28:51: Also... Aha, okay.

00:28:53: Also es ist also nicht bloß eine inhaltliche Frage was jetzt konkret ist und auch dieses Gemeinschaftserleben der Produktion von Content wenn man so will oder?

00:29:02: Absolut!

00:29:03: Ja, absolut.

00:29:05: Gut, mein Sogeter-Demokratie fängt ja natürlich damit an dass man irgendwie seine Stimme erhebt.

00:29:10: Dass man irgendwie sagt das sind das will ich oder das passt mir nicht.

00:29:13: Es kann negativ und positiv sein.

00:29:17: würdest du sagen, wenn du jetzt diese mediale Seite anschaust?

00:29:20: Weil das ist da wo habt ihr meiste Kompetenzen.

00:29:22: Aber Jugendpolitik Tage gehen ja zum Beispiel, da kommen wir noch einmal genau dazu die reine mediale Inszenierung hinaus sondern es geht ja auch generell darum.

00:29:30: also bleibt mal nochmal ein bisschen bei deiner Beobachtung auf, wenn Du jetzt keine Politikwissenschaftlerin bist ich bin das auch nicht aber wir sind ja aufmerksam mit Zeitgenossinnen doppelpunkt innen.

00:29:41: Also die Frage wir schauen uns ja auch an Was ist dein Eindruck?

00:29:46: Wie gehen die aufs politische System zu, was sind da die Kanäle?

00:29:53: Also ich will so ein bisschen präzisieren.

00:29:57: Als ich jung war, Schüler und Student war, war ich Mitglied in einer K-Gruppe, nämlich in der katholischen jungen Gemeinde.

00:30:03: Ich war dann auch Stadtjugendesvorsitzender, also Verbande jugen.

00:30:06: damit kannte ich persönlich auch, ich war auch noch an anderen Kontexten aber es war egal.

00:30:10: Hochschulpolitik war ich auch aktiv Aber das waren auch über Gruppen gewesen, in denen ich tätig war.

00:30:16: Und dann ist die Frage wie kommst du aus deiner kleinen Gruppe?

00:30:18: In die politische Seite der Kleingruppe?

00:30:21: weil die kleine Gruppe ja häufig auch gesellige Sachen macht.

00:30:23: Du hast angesprochen Camps oder man macht Partys oder was immer man macht.

00:30:28: aber ab wann wirst du diese Schwelle zum Politischen?

00:30:30: gibt es da irgendetwas was du sagen kannst

00:30:38: Die Schweller.

00:30:39: Oder gibt es gar keine Schwelle?

00:30:42: Das sind alle Diskussionen, Mikropolitik zu sagen schon Beziehungen zwischen zwei Menschen ist politisch.

00:30:48: Vielleicht sprechen wir doch über einen etwas weit engeren Politik-Bettgriff.

00:30:56: also ich glaube die Zugänge zur Politik sind vielfältig.

00:31:03: Es gibt nicht den einen Weg, wie junge Menschen sich politisieren oder sich politisch engagieren.

00:31:10: Das fängt eben an durch Konflikt oder irgendwas was man in der eigenen Umwelt verändern möchte.

00:31:18: Genau da haben wir ja sehr viele Beispiele genannt und es kann natürlich aber auch etwas sein was einem irgendwie selber betrifft.

00:31:30: also sei es, wenn man irgendwie mikrantisch gelesener rasifizierte junger Mensch ist.

00:31:38: Rasifiziert?

00:31:38: Das ist ein tolles Begriff!

00:31:40: Ja.

00:31:40: Migrantisch gelesener rasifizzierter Mensch.

00:31:42: Ja also rasifiziert in dem Sinne... Also wenn man eben mit Rassismus konfrontiert ist und das einen auch irgendwie krass nervt was er total nachvollziehbar ist und hoffentlich auch sehr nervig ist dass ihr allein daraus.

00:31:57: also ich möchte Für mich eintreten und ich möchte für mich und meine Gruppen irgendwie eintuten.

00:32:04: Genau, genau.

00:32:06: Ich bin gerade nicht ganz so zufrieden wie ich das ausgedrückt

00:32:08: habe.

00:32:09: Entschuldige, dass ich mich ein bisschen lustig gemacht habe weil naja wir sind ja in so einem... Entschuligung aber da weiß ich mit meinen ist er Wir sind oft auf den Kodierungen drin die dann manche Leute gar nicht mehr verstehen auf der Straße.

00:32:21: Also es gibt auch viele einfach Sachen wo junge Menschen irgendwie sagen über ihre Identität, die irgendwie angegriffen wird von außen.

00:32:30: Dass sie sich mit anderen gleich verbünden und natürlich dann auch irgendwie darauf aufmerksam machen und sagen hey ich bin hier!

00:32:38: Ich habe ein Recht hier zu sein!

00:32:40: Ich hab'n recht so zu sein wie ich bin... Und das kann ja auch eine politische Motivation

00:32:45: sein,

00:32:46: weil ich ne gesellschaftliche Ungerechtigkeit

00:32:48: erfahre.

00:32:48: Also die Diskriminierungserfahrung, also wie du sagst, Ungerechtigkeitserfahrungen.

00:32:52: Man hat da schickt sich dahinter dass man im Hintergrund natürlich den Horizont hat... der Politik von Gleichheit.

00:32:58: Sonst würde man es ja hinnehmen, wenn ich in einer Kastengesellschaft lebe und denke Kaste ist normal dann protestiere ich da nicht.

00:33:05: aber wir haben ja doch eine gewisse Gleichheitsidee republikanische Idee.

00:33:09: jede Frau jeder Mann jeder Beeinträchtigung oder Nicht-Beeinträchung ethnische Hintergründe religiöse Gründe oder AT ist was auch immer.

00:33:17: Wir erwarten ein nicht kritiskriminierter umgang miteinander.

00:33:21: Genau

00:33:22: Das ist ja immer schon ein Fortschritt.

00:33:24: Das ist, glaube ich, ein Fortschritt auf jeden Fall vor sehr vielen Jahren.

00:33:32: Ob diese Norm

00:33:33: so eingelöst wird ist natürlich was anderes.

00:33:37: Also das kann natürlich auch eine Motivation sein oder ich stoße eben auf Organisationen die plötzlich dieses Umbehagen irgendwie mir zeigen.

00:33:48: so hey stimmt das was mir irgendwie geschieht ist total ungerecht und Hier kann ich mich jetzt ausrücken und ich habe dafür einen Gefühl.

00:33:57: Und natürlich aber auch, also ich glaube vieles ist einfach das junge Menschen in die Motivation kommen – es ist auch Ansprache!

00:34:06: Also du hattest eben gesagt Die Verbände oder der Pfad von der Verband?

00:34:10: Ich glaube gerade in dieser Jugendverbandsarbeit passiert auch total viele politische Bildung und Demokratiebildung und Beteiligungsprojekte.

00:34:19: Natürlich sind diese Verbände Erst mal unpolitische Verbände, in denen junge Menschen Gemeinschaft erleben.

00:34:28: Aber indem man diese Gemeinschafe vor Ort erlebt kann man trotzdem auch Angebote der politischen Bildung schaffen und das kann ja den einen oder anderen dann auch plötzlich... ... motivieren Sie sich mehr zu engagieren?

00:34:43: Ja, meine persönlichen Erfahrungen, meine katholische Jugend.

00:34:46: Erstmal katholie, aber die Konflikte in der Amtskirche hatten schon immer.

00:34:50: und zweitens im Stadtjugend trinken.

00:34:51: Da machst du dann eben einen jugendpolitiker Stattebenen.

00:34:55: Und mein Konflikt findest du, wenn welche Suche stehst du überall.

00:34:59: Vielleicht darf mir auch nicht Social Media als Aktivator unterschätzen.

00:35:04: also ich würde behaupten dass junge Menschen eigentlich viel, viel mehr öffentliche Debatten und politische Debatten gesellschaftliche Debatten mitbekommen durch Social Media.

00:35:17: Weil das natürlich von unterschiedlichen Quellen aufgegriffen wird.

00:35:22: ob die Quellen was immer gut machen das will ich hier gar nicht zur Debatte stellen darum geht es auch gar nicht.

00:35:28: aber natürlich auch Influencer in den Reden über, was gerade draußen passiert oder in der Umwelt passiert und das machen sie mal gut.

00:35:38: Das machen Sie mal weniger gut.

00:35:39: aber nichtsdestotrotz nehmen junge Menschen das ja auf und das wird eben so in der Familie diskutiert.

00:35:46: Es wird auf dem Schulhof diskutiert es wird in der Uni diskutiert, es wird vielleicht auch auf einem Ausbildungsplatz diskutiert.

00:35:52: also kein Raum ist ein politikfreier Diskussionsraum.

00:35:57: Das ist richtig!

00:35:58: Und meine Frage gibt's denn auch sowas wie Kann man Demokratie auch lernen?

00:36:02: Ist es auch ein Kompetenzfeld?

00:36:05: Definitiv.

00:36:06: Also jeder und jede kann sich auf jeden Fall politisch einbringen, kann Meinungen bilden und sich positionieren ohne Vorwissen.

00:36:18: Und ich glaube mal braucht auch gar keinem vorwissen um einzusteigen, mitzumachen oder zu diskutieren

00:36:25: Und auch zu wählen, du kannst ja völlig

00:36:27: ohne

00:36:27: Bildung anfangen.

00:36:30: Genau ich kann in der Wahlkabine Enemene misszumachen.

00:36:33: Also das

00:36:34: machen wir an die Augen.

00:36:34: Ich hoffe,

00:36:35: dass

00:36:36: sie selten vorbekommen.

00:36:38: Aber grundsätzlich steht es jedem frei nicht informiert zu wähln oder auch nichts zu wehlen.

00:36:48: Politik ist ja eine Rechte, also Mitbeteiligung ist ja ein Recht aber erst mal keine Pflicht.

00:36:53: Ich glaube, das ist auch irgendwie total wichtig.

00:36:55: Wobei es Länder gibt, hast du Wahlpflicht?

00:36:57: Aber lassen wir mal diese Sonderfälle aus dem Vor.

00:36:59: Genau.

00:37:02: Wo wollte ich hin zurück?

00:37:04: Also ob man Demokratie lernen

00:37:06: kann oder Kompetenz.

00:37:07: Genau, aber es hilft natürlich total um eben auch die Selbstwirksamkeitserfahrung zu haben oder zu steigern wenn ich irgendwie auch lerne Wie funktioniert eigentlich dieses System?

00:37:21: Was ist im Parlament, wie werden Gesetze beschlossen.

00:37:25: Was ist so eine Aufgabe von Ministerium?

00:37:28: was ist irgendwie der Unterschied vom Parteien.

00:37:32: Wie funktioniert auch Engagement in Parteien?

00:37:34: ich glaube das

00:37:36: ist

00:37:37: viel nicht klar und das würde jetzt nicht nur auf Jugend.

00:37:39: Ich glaube generell in der Gesellschaft gibt es große Wissenslücken, die tatsächlich politische Entscheidungsprozesse passieren.

00:37:51: Also es hilft natürlich total irgendwie zu wissen wie diese Systeme funktionieren und über politische Bildung und auch Beteiligungsformate zumindest dann Einblick auch mal zu gewähren.

00:38:04: also das machen wir jetzt zum Beispiel bei der Jugendpresse mit dem Jugendmedien Workshop oder auch den Jugendpolitik-Tagen

00:38:10: dass

00:38:10: junge Leute eine Einblick haben, einen Austausch mit Ministerien gehen und sehen.

00:38:15: Ah!

00:38:16: So arbeitet ein Ministerium.

00:38:17: das ist nicht nur die Ministerin oder der Minister da arbeiten irgendwie total viele Menschen in der Verwaltung Und die gestalten auch irgendwie was mit.

00:38:28: Das ist ja ein total wichtiges Wissen wie sowas funktioniert.

00:38:33: Oder auch bei dem Jugendmedien Workshop im Deutschen Bundestag dass junge Menschen die Möglichkeit haben auch mal einer Ausschrittssitzung teilzunehmen und zu merken, so wird also ein Gesetz diskutiert.

00:38:44: So werden Kompromisse gefunden oder auch nicht?

00:38:47: Und das sind die Argumente...

00:38:50: Also ein bisschen in die Mechanik und Technik der Politik zu verstehen.

00:38:55: Das ist ein sehr wichtiger Punkt.

00:38:56: Vielleicht kommen wir doch schon zum nächsten Thema der Jugendpolitik-Tage kommen weil das war ja das wo wir uns kennengelernt haben.

00:39:02: Ich verweise nochmal hier auf unseren Bericht.

00:39:05: Der ist jetzt hier.

00:39:05: im Printform.

00:39:06: liegt er da?

00:39:08: Wenn du uns zuhörst, dann siehst du es natürlich nicht.

00:39:10: Aber wenn du das dann möchtest in den Show Notes den Link darauf hinsehen ist natürlich auch digital verfügbar.

00:39:17: Aber die Jugendpolitik Tage erzählen mal zwei drei Worte was das für ein Format ist oder war denn ich weiß nicht ob es das in Zukunft überhaupt noch geben wird.

00:39:26: Das weiß man gar nicht so genau.

00:39:28: aber immer als war das im Format Ja, was ich nicht kannte.

00:39:33: Ich bin da auch nicht die Zielgruppe!

00:39:34: Aber erzähl mal ein bisschen was darüber.

00:39:36: Wozu ist es gedacht?

00:39:37: Du hast ja dann mehrmals beteiligt.

00:39:38: Genau, die Jugendpolitik-Tage sind in dem Sinne gerade in diesem Jugendpresse Kosmos ein besonderes Projekt weil sie eine andere Zielgruppen und eine andere Ausrichtung haben.

00:39:49: also der Ziel liegt gar nicht so auf Presse und Medien sondern wirklich auf jugendpolitisches Engagement.

00:39:58: Und die ersten Jugendpolitik Tage fanden es zwei tausend siebzehn statt und letztendlich ist ein jugendpolitisches groß event gewesen wo bis auf einem event fünfhundert junge menschen zwischen sechzehn und siebenundzwanzig jagen aus ganz deutschland zusammen kam nach berlin und an einem vier beziehungsweise später dreittätigen event Mit Politik mitgestaltet haben.

00:40:26: also die jungen politikteige sind tatsächlich aus der idee heraus geboren junge menschen an Der jugendstrategie der bundesregierung mit gestalten zu lassen.

00:40:38: Also die jugend strategie der bundesregierung ist eben eine strategie im Rahmen des nationalen Aktionsplans Kinder und Jugend.

00:40:47: davor hieß es noch anders, aber das fällt mir jetzt nicht mehr ein.

00:40:51: Das sind vermutlich auch verschiedene Ministerien beteiligt?

00:40:53: Genau, genau!

00:40:54: Dass eben über unterschiedliche Ministerien... Also der Gedanke dahinter ist dass Jugendpolitik eben nicht nur etwas ist was beim Jugendministerium beziehungsweise dem meisten als Familien- oder Bildungsministerium bekannt Beim BMBFSFJ ist ja auch dieses J dabei

00:41:15: für

00:41:15: Jugend, genau.

00:41:18: Dass es eben Jugend nicht nur in Angelegenheiten dieses Ministerium ist sondern Jugendbedürfnisse, jugendpolitische Bedürfnisse genauso beim auswertigen Amt mit zu berücksichtigen sind wie auch beim Umweltministerium, beim Verteidigungsministerium.

00:41:34: also Jugend... Der Lebensbereich der Jugend ist genauso vielfältig wie der Lebensbereich, der Erwachsenen und Gesetzgebung betrifft eben Lebensbereiche von Jugendlichen oder von Jugendlichem die in ein paar Jahren erwachsen sind.

00:41:51: Genauso von diesen Entscheidungen betroffen sind.

00:41:53: genau so.

00:41:54: Und das war diese Jugendstrategie der Bundesregierung da übergreifend junge Menschen zu beteiligen und uns auch zu schauen, wo müssen Minizien vielleicht noch mehr die Bedürfnisse von jungen Menschen im Blick haben?

00:42:06: Was müssen sie machen?

00:42:07: Was machen Sie vielleicht schon?

00:42:10: Und aus diesem Gedanken sind die Jugendpolitik Tage herausgebrochen.

00:42:13: Die

00:42:13: habt ihr schon von Anfang an organisiert?

00:42:15: Ja.

00:42:18: Das gab immer mal so unterschiedliche Kooperations- und Beteiligungsverbünde.

00:42:22: aber wir haben von Anfang dann immer die Projektleitungen gestellt Und die jungen Politik-Tage fanden in enger Zusammenarbeit mit dem Bundesfamilienministerium, Bundesjugendministerium statt.

00:42:36: Genau!

00:42:43: vom BAFTA, genau.

00:42:45: Das war dann zum ersten Mal... Riemgesellschaftliche

00:42:47: Aufgaben?

00:42:48: Genau das waren zum ersten mal zwanzig fünfundzwanzig, dass sie sozusagen diesen organisatorischen logistischen Teil mit übernommen

00:42:56: haben.

00:42:58: Genau also das.

00:42:59: und der nationale Aktionsplan Kinder- und Jugend war aber zwanzichfünfundzwanzigt schon abgeschlossen weshalb wir die Jugendpolitik Tage zwanzighinzwanzigg umgesetzt haben, auch gesagt haben naja es ist jetzt irgendwie total.

00:43:16: will zu sagen wir arbeiten weiter in diesem nationalen Aktionsplan.

00:43:21: Der ist jetzt abgeschlossen der wurde irgendwie vorgestellt.

00:43:27: jetzt Forderungspapiere Handlungsempfehlungen zu schreiben macht wenig Sinn wenn sie wenn nicht klar ist wo das einfließt.

00:43:37: Und deshalb waren die Jugendpolitik-Tage für ... ... zweizig, fünfundzwanzig ein bisschen anders konzipiert und hatten noch mal viel stärker diesen Fokus auf Vernetzung und Empowerment.

00:43:53: haben alle Jugendpolitik-Tage gemeinsam, also die Ministerien und eben nicht nur das Familienministerium sondern alle Ministerien sollten eingebunden sein in den Jugendpolitik-Tagen.

00:44:03: Und

00:44:03: sollten auch ihre Anliegen mit einbringen, die sie von denen aus ihrer Sicht für Jugendliche relevant sind?

00:44:08: Genau genau genau!

00:44:10: Also ich glaube dass ist schon was sehr besonderes bei den Jugendpolitiktagen, dass es eben nicht wo das ganz viele junge Menschen zusammenbringen, sondern dass die junge Menschen wirklich auch in den Dialog mit in Situation der Politik bringt.

00:44:24: Eben mit Ministerien und Abgeordneten.

00:44:27: Es gab auch Exkursionen zum Ministerium im Rahmen noch ein paar Tage.

00:44:31: Genau,

00:44:31: genau.

00:44:31: Exkussion

00:44:32: zum Bundestag waren ja auch prominente Leute da, Kanzler konnte am Schaut meistens vorbei oder er war damals ...

00:44:39: Nee letztes Jahr, um zwanzig-quartossten frei dabei.

00:44:44: Also halt Kanzlerschef!

00:44:46: Genau, genau.

00:44:47: Der kam wohl ganz gut an.

00:44:48: Aber

00:44:48: Karim Prien war da als Jugendministerin... Also die Jugendpolitik-Tage haben eben Workshop-Formate, dann gab es diese Dialogformate mit den Ministerien und dann gibt das natürlich auch immer Panels also auf der Bühne Diskussionsformat.

00:45:08: Auch verteilt, dass die Jugendorganisationen der Dateien da waren

00:45:11: und auch

00:45:11: ganz andere Gruppen waren auch vertreten?

00:45:13: Genau!

00:45:14: Ja also vielleicht ein wichtiges Falls wird doch jemand schon jetzt wir sind noch nicht ganz fertig auf dieses Format aufmerksam machen wollen.

00:45:19: ihr könnt es gibt eine Web Präsenz für Jugendpolitik.

00:45:22: Tage wo man auch die früheren Jugendpolitik Tage rekonstruieren kann man auch rein.

00:45:28: manche sind ziemlich aufbereitet.

00:45:31: Aber ich möchte auf dem Problem schon aufmerksam machen.

00:45:33: Wir haben ja auch es evaluiert, wie letztlich über unsere Evaluationen berichten weil das wir jetzt im Podcast ein bisschen langweilig.

00:45:39: jetzt so inhaltliche Grafiken-Tabellen vorzulesen ist uninteressant.

00:45:44: aber was mir aufgefallen ist deshalb will ich schon sagen also mehr viel auf eine gewisse Scheu des Systems der Systemes als das Ministerium vor allem oder der Regierung wäre immer gut.

00:45:56: Die war neu im Amt, die kamen gerade im Frühjahr vierundzwanzig in Amt.

00:46:00: Die neue Regierung und da wart ihr schon mit in der Planung des ganzen finalen Planungen.

00:46:05: Da kann ich nicht mehr so viel und her schieben aber mir fiel auf zu einer gewisse Konfliktscheu.

00:46:09: Man wollte Themen, die wirklich gesellschaftlich für Jugendliche relevant sind, wollte man glaube ich gar nicht diskutieren.

00:46:14: Zum Beispiel das Thema Wehrpflicht.

00:46:16: Hättest du sehr interessant gefunden?

00:46:17: Es wurde aber glaube ich garnicht diskutiert.

00:46:19: Das Thema Weherpflicht kam tatsächlich erst nach den Jugendpolitik-Tagen groß in der öffentlichen Debatte.

00:46:30: Also das war natürlich davor auch schon ein Thema, aber diese Gesetze ist in Darung geben soll.

00:46:41: Das war dann Sommer zwanzig fünfundzwanzig und die Jugendpolitik hat gerade vorbei oder es ist gerade während dessen passiert.

00:46:49: also man hatte halt ein bisschen wenig Inhaltliche.

00:46:53: Im Hintergrund meiner Frage ist folgendes.

00:46:55: Bei den früheren Veranstaltungen habt ihr so eine Art Manifest geschrieben, eine Art Forderungskattern.

00:47:01: Die waren teilweise ewig lang und haben sich Jugendliche auch später nachbeschwertet oder Teilnehmer viel zu lange.

00:47:05: Das versteht man gar nicht genau.

00:47:07: Die Funktionäre unter den Leuten die dabei sind gibt ja immer Leute, die sind auch ordentliche Aktenfresse.

00:47:13: Auch bei den jungen Leuten gibts sie, die freuen sich über Paragraph- und Tagesordnungspunkte.

00:47:17: Es gibt da unterschiedliche Mentalitäten Und die Funktionärsabteilung findet dann solche lange Manifeste gut, während für manche andere kann sie abschrecken damit.

00:47:28: Wie geht man mit so was um?

00:47:29: Also wenn du eine gewisse Wirksamkeit erzielen willst, dann kannst du ja nicht bloß auf spaßhafte Aktionen setzen.

00:47:38: auch nicht unwichtig, dass man sich mal irgendwo ankettet oder vielleicht mal vom Boden schreibt.

00:47:42: Oder irgendwas blockiert.

00:47:43: schön und nett aber Wirkung erreichst du dann auch wenn du dich bis auf die Logik des Systems einlässt?

00:47:49: Da ist ja die Frage wo soll gerade die Wirkung erzählt werden.

00:47:56: Und aus unserer oder genau also soll eine Wirkung erstellt werden in dem jetzt plötzlich politische Forderung aufgenommen und zur Änderung führen.

00:48:14: Wir sehen bei den Jugendpolitik-Tagen im Jahr zwanzig, fünfundzwanzig zumindest die Wirkung vor allem durch diesen Vernetzungskarakter.

00:48:21: also ich glaube das zeigt ja auch der Wirkungsbericht dass das auf jeden Fall sehr gut funktioniert in dem eben fünfundat junge Politik interessierte oder gesellschaftlich engagierte junge Menschen zusammenkommen sich miteinander versetzt vernetzen, dass daraus auch eine Wirkung entsteht.

00:48:40: Das können wir jetzt nicht nachmessen, das müssten wir jetzt doch mal eine Umfrage machen wie nachhaltig die ist.

00:48:46: aber was wir auf jeden Fall ja auch sehen, dass viele der Teilnehmerinnen von den Jugendpolitik-Tagen zumindest weiterhin in unseren Strukturen aktiv sind, die es auf anderen Veranstaltungen dabei sind und sich in unseren Landesverbänden engagieren.

00:48:57: also diese Form der Wirkung können wir schon sehen wo natürlich die Wirkung zurück bleibt Das liegt aber auch daran, wie im Diegung Politik Tage zwanzig, fünfundzwanzig strukturieren sind.

00:49:09: Dass wir sehr bewusst gesagt haben es wird keine Forderungskataloge und Handlungsempfehlungen geben das natürlich dieser Transfer ins System zurück bleibt.

00:49:20: Das war in den Vorjahren anders, da wurden eben Handlungsempfehlungen geschrieben weil eben dieser nationale Aktionsplan immer in der Entwicklung und Weiterentwicklung war.

00:49:32: Und Ziel war es, dass diese Empfehlungen oder Erforderungen ... das kann man ehrlich gesagt also... Es gab immer große Diskussionen, ob man das jetzt Handlungsempfehlung oder Forderung nennt.

00:49:45: Ich würde sagen für draußen und auch für die Jugendlichen war es irgendwie schwer zu erklären was der Unterschied ist und mir fällt es auch schwer da eine Grenze zu machen

00:49:55: außer... Starke Handlungsempfehlungen!

00:49:56: Genau, außer indem wir nicht schreibt vier fordern sondern gut wäre das.

00:50:01: Okay.

00:50:06: Und ich glaube aber, hier ist grundsätzlich nicht nur bei den Jugendpolitik-Tagen sondern das strukturelle Problem insgesamt bei so Jugendbeteiligungsgeschichten.

00:50:14: Wenn es darum geht wie können wir konsultative Jugendpolitik auch gestalten?

00:50:18: Also wie kann das was auf solchen Formaten... Das sind ja die Jugendpolitik-Tage nicht die einzigen.

00:50:26: Es gibt ja auch andere Beteiligungformate, die vielleicht einen oft sehr starken thematischen Fokus haben.

00:50:32: Es gibt ein paar

00:50:34: Jugendparlamente zum Beispiel.

00:50:35: eher kommunal oder regional verankert.

00:50:39: In manchen Ländern gibt es, in Europa gibt's das auch auf der Bundesebene,

00:50:43: wo

00:50:43: dann solche Stadte eben das zur Jugendparlamente eingerichtet worden sind?

00:50:47: Genau ich glaube dass ist eine sehr gute Form tatsächlich der strukturellen Beteiligung.

00:50:54: Ich glaube bin tatsächlich nicht ganz so firm darin wie alle Jugendparlemente funktionieren weil ich glaube Jugendparlament zu Jugendparlament ein bisschen unterschiedlich, wie da die Zusammenarbeit mit dem bestehenden Parlament funktioniert.

00:51:12: Aber ich glaube grundsätzlich ist das ein total wichtiges strukturelles Element um jugendliche am politischen Entscheidungen mitzubeteiligen.

00:51:24: Jugendparlament oder andere Formaten auch bei Jugendpolitik-Tage.

00:51:27: Das eine ist für die Leute, die da vor Ort sind im Jugendparlament sind vielleicht vierzig von Jugendlichen gibt es auch einen Jugendstadtrede gibt's ja auch aber ist nicht ein sehr wichtiger Punkt auch der wie dann darüber in den geeigneten Medien berichtet wird.

00:51:41: also das eine gutes tun und auch darüber sprechen dass er die alte regeln.

00:51:46: auf jeden Fall.

00:51:47: und ich glaube was sind die Jugendpolitik-Tage ihrer Wirkung noch zurück.

00:51:55: Also wir beteiligen ja auch junge Menschen über eine große Jugendredaktion, genau

00:52:01: die Politik Orange.

00:52:07: der Ausbau von Medienpartnerschaften könnte größer sein.

00:52:11: Das wollte ich jetzt nicht rumnörgeln, aber wir haben das ja auch kritisiert.

00:52:13: Wir haben mal gesagt also ich finde eigentlich dass die Präsenz des Ganzen... Also da könnte es Luft nach oben und das hat natürlich verschiedene Seiten.

00:52:21: Also das ist auch etabliert.

00:52:23: Du hast gesagt du hast früher mal für die Zeit für MDR gearbeitet.

00:52:26: Aber die klassischen großen Medien tauchen bei so Sachen nur begrenzt oder gar nicht auf.

00:52:31: Absolut,

00:52:31: absolut!

00:52:32: Ist ein echtes Problem.

00:52:32: Die interessieren sich eigentlich gar nicht für solche dynamischen Sachen

00:52:36: vor allem Interessieren.

00:52:38: Ich glaube, die Herausforderung ist ... Wenn man eine Pressemitteilung verschickt mit das, finden die Jugendpolitik Tage statt.

00:52:48: Das interessiert ... Also es ist ja keine Nachrichten wert.

00:52:51: also ...

00:52:52: Du brauchst eine interessante Story.

00:52:54: Genau ich brauche irgendwie ne interessante Story, ich brauch einen coolen Slogan oder ähnliches.

00:52:59: Ähm... Ich will noch mal zurückgehen!

00:53:02: Ich will gar nicht an den Jugendpolitik-Tagen, die sehr gelungen waren in dem Jahr ... rumnöggeln.

00:53:09: Aber das ist natürlich etwas, was ... Okay ich will noch mal zurückgehen weil ein großer Punkt den ich ja vorher angesprochen habe ist diese Transfergeschichte und als so die Handlungen geschrieben worden, das hat man eben mitgegeben aber es ist irgendwie total schwierig zu gucken was passiert eigentlich

00:53:30: wirklich damit?

00:53:30: Die handeln sich viel um sie nachzuverfolgen.

00:53:31: Genau genau das nachzuvollziehen!

00:53:33: Und das hat natürlich auch Insofern und ich glaube dieses Problem haben auch andere Jugendbeteiligungsprojekte, die irgendwie Handlungsempfehlungen rausgehen.

00:53:44: Weil die meisten Projekte sind eben Projekten das heißt sie haben eine zeitliche Befristung.

00:53:51: Das heißt wenn ich keine Fachstelle oder eine Fachkraft habe oder eine Person die da dauerhaft damit beschäftigt ist und die immer mal wieder nachfragt und sagt sag mal was ist jetzt damit passiert?

00:54:01: Oder da ein Blick drauf hat dann ist das Projekt eben abgeschlossen und dann ist eben auch das, was damit passiert ist, abgeschlossen.

00:54:10: Und da geht man in die Planung des nächsten Projektes.

00:54:14: also ich glaube da liegt irgendwie ein großer Hebel weil man eben nicht diese dauerhaften Stellen hat

00:54:25: Und bei den Jugendlichen natürlich auch so ein bisschen, das ist immer unser drittes Thema.

00:54:28: Es sind jetzt sozusagen schon mal die Neigungen der Jugendpolitik und darum herum was man lernt wenn es nicht institutionalisiert ist.

00:54:34: zum Beispiel für euch war das so eine Projektstelle und direkt nach am Ende der Projekt der Jugendpolitiker war die Projektstell zu Ende dann war die Person weg.

00:54:43: Für die Evaluation war sie gar nicht mehr greifbar was natürlich saublöt war.

00:54:46: aber gute Evolution war ursprünglich gar nicht geplant.

00:54:50: Du brauchst ja jemanden, der die Sache auch dann zu Ende bringt.

00:54:54: Ich kenne es als Forschungsprojekt wenn ich Projektleiter bin.

00:54:57: wie oft habe ich erlebt dass da meine Mitarbeitmann drei Monate vor Projektende neuen Job gefunden haben.

00:55:02: das sitze ich da muss den ganzen Schrott alleine machen und das würde ich als Geschäftsführerin auch.

00:55:06: da musst du praktisch auskehren oder?

00:55:10: Ja also wir hatten dieses Mal mehrere Stellen Im Projekt konnte das von einer anderen Projektbeteiligten aufgefangen werden, aber auch als ich damals Projektleitung der Jugendpolitik Tage war.

00:55:24: Ich wusste mein Vertrag ist zeitlich befristet.

00:55:27: Ich hatte eine Ausschreibung gesehen die sehr gut gepasst hat zu dem wo für mich interessiere was ich machen

00:55:33: möchte.

00:55:33: Für ne neue Stelle?

00:55:34: Für ne neuere Stelle.

00:55:35: Die hat natürlich eher angefangen als das Projekt offiziell zur Ende waren.

00:55:40: und da... ist normal im NGO-Wesen.

00:55:44: Also jede NGO oder jeder

00:55:48: zivilgesellschaftliche

00:55:49: Organisation, die mit befristeten Projektstellen arbeitet weiß in Zweifel ist die Person etwas eher wegweiten.

00:55:57: Die müssen natürlich auch schauen!

00:55:58: Wo

00:55:59: sind sie danach

00:55:59: beschäftigt?

00:56:00: Das wird trotzdem glaube ich im Jugendbereich ist es nochmal eine besondere Faktor, weil die Jugend ist ja ein Durchlauferhitze.

00:56:06: Jugendstadium kann man ja positiv sehen, ist auch mal irgendwann vorbei.

00:56:10: Gut Altenstadium ist irgendwann auch vorbei aber natürlich dann mit ganz einem Ausscheiden aus der Welt.

00:56:15: Aber Jugend ist eine Übergangszeit und diese Übergangseite ist immer mit dem Problem, das haben wir auch zum letzten Jahr diskutiert als wir damals von dem Problem standen.

00:56:24: Wie kriegt ihr eine gewisse Dauerhaftigkeit?

00:56:26: Eine gewisse Regelmäßigkeit hin?

00:56:27: Das Problem haben ja alle Jugendverbände und einige sind der Lage sich zu refinanzieren über Mitgliedsbeiträge oder haben höhere Spendenvolumen, rote Kreuzjugend oder Feuerwehrjugend machen funktionale notwendige Dinge.

00:56:42: Aber für viele ist das ein regelmäßiges Problem.

00:56:44: Wie kriegst du so eine Infrastruktur aus Hauptamtlichen, die eben die Dauerleistung der Ehrenamtlichen gewährleistet?

00:56:50: Weil das also ohne Hauptamtliche kannst du eine komplexe Systeme nicht aufrechterhalten.

00:56:55: Das geht nicht!

00:56:55: Wie die Jugend sagen würde, Räder, Applauszustimmung...

00:57:01: Achso ja, okay danke.

00:57:02: Danke, aber so ist es.

00:57:05: jugende Sprache rein.

00:57:07: Nein, also das ist tatsächlich ein großes Thema.

00:57:13: Das Thema ist gerade auch insofern wieder aktuell.

00:57:17: Sie haben selber oder auch mitbekommen die Änderungen bei Demokratie leben.

00:57:21: jetzt stehen große Umstrukturierungspläne...

00:57:24: Deswegen warste dir die Woche auch im Stress gewesen?

00:57:26: Ja, deshalb

00:57:26: war ich sehr im Stressbereich.

00:57:28: Also oft werden eben Projekte finanziert und toll, aber Projekte tragen eben nur bedingt Strukturen mit.

00:57:39: Es gibt ein ganz tolles Instrument vom Bundesfamilienministerium das ist der Kinder- und Jugendplan.

00:57:46: Bundesjugendplan oder weißt du?

00:57:47: Nein, Kinder-und Jugendplan KJP genau.

00:57:51: Das eben auch sehr strukturell Jugendverbandsarbeit fördert.

00:57:59: Das ist aber auch immer wieder, da ist gerade vor allem der Deutsche Bundesjugendring an vorderster Front dafür sich einzusetzen dass dieser Kinder- und Jugendplan eben nicht kleiner wird.

00:58:14: Und das gab es war auch schon immer mal wieder in der Diskussion, grade bei irgendwelchen Haushaltsgeschichten...

00:58:19: Wir haben nur immer weniger Jugendliche, wozu brauchen wir da?

00:58:23: Genau!

00:58:25: Grundsätzlich möchte ich an dieser Stelle einfach sagen, das ist ein wirklich großartiges Instrument und die Kolleginnen mit denen man da auch im Ministerium zusammenarbeitet haben das Interesse der Jugend schon sehr im Blick.

00:58:40: Das kann ich an dieser Stelle einfach mal betonen, dass es da auch immer wieder Menschen gibt.

00:58:45: Also Lob muss auch mal sein.

00:58:48: Genau!

00:58:49: Es gibt wirklich viele Menschen die sich sehr für die Belange und Interessen von jungen Menschen einsetzen.

00:58:54: Ja weil

00:58:55: man das einsatzlich nicht vergessen ist.

00:58:56: schon beim vierten Thema Ausblick wie geht's in die Zukunft?

00:58:59: Ich meine einen Vorteil hat die Jugend schon In Sachen Lobbyismus.

00:59:03: wir waren alle mal jung

00:59:05: Absolut.

00:59:05: Und bei dir ist auch bald soweit, dass du auch vom wahr sprechst?

00:59:08: Aber bei mir ist es auch so und ich merke, weil ich war ja jahrzehntelang jetzt Professor.

00:59:12: Ich stand nicht mit den jungen Leuten zu tun gehabt, weil die ausgebildet habe oder auch Lehrerinnen.

00:59:18: Du bist natürlich... Also du weißt, ich hab Tochter, ich habe Enkel.

00:59:22: Die sind jetzt auch schon einer meiner Enkel waren mit als Hieven dabei im Projekt.

00:59:27: Das heißt das Thema Jugend ist eigentlich schon etwas was in uns selber und vielleicht kann man das auch immer wieder adressieren.

00:59:35: Vielleicht ist das auch etwas, was vielleicht eine Anregung für dich nehmen im Jugendmedienarbeit mal auch alte ältere Leute aus verschiedenen Generationen auf ihre eigene Jugendseite zu ansprechen?

00:59:48: Ja weißt du weil du musst halt die Leute ja mitnehmen und du musst dir in die mitnehmen was sie eigentlich sind.

00:59:52: und ich denke also... man spricht dann vom inneren Kind oder von dem jungenlichen, spricht man eigentlich nicht.

00:59:58: Aber das ist ja auch da.

00:59:59: also wir haben diese Erinnerungseite in uns.

01:00:01: ich bin selber psychodramatiker und ich finde es mal ganz wenn du willst kannst du jederzeit wenn's gut machst die Leute in bestimmte Zeiten was gar nicht große Hypnose machen zurück beamen eine eigene Lebensphasen.

01:00:14: und wenn du das ein bisschen wohl wollen machst dann merkst du dass wir dass die meisten leute ähnliche Erfahrungen gemacht haben.

01:00:20: und die Jugendzeit ist natürlich, jetzt lassen wir mal die Pubertät ein bisschen außen vor.

01:00:24: Die ist eine besonders schwierige oder biologisch schwierige Zeit aber die Adolescent-Zeit das sind ja alles Erfahrungen, die uns überhaupt zu dem machen der wir sind.

01:00:32: Absolut!

01:00:33: Ich finde es kann

01:00:36: mir ruhig ein bisschen würdigen.

01:00:38: also ich finde sozusagen so ne... Also es geht da nicht darum dass man als Jugendphase fertig, das haben die Nazis Phasenweise gemacht um sie nachher in die Schlachtwälder zu schicken.

01:00:48: Also keine verlogene Seite, aber die Phase der Jugend zu würdigen und damit auch Sympathie bei den Älteren zu gewinnen.

01:00:56: Also sagst du ein bisschen instrumentell, wir sind strategisch.

01:00:59: Ich

01:01:01: habe auch nicht das Gefühl dass es generell Aplinger-Nimmungen gibt.

01:01:08: also die meisten Projekte oder auch die meisten Stiftungen etc.

01:01:13: fördern ja haben schon Jugend oder auch junge Menschen sehr im Ziel in der Förderung.

01:01:18: Das ist eben einfach die Zielgruppe, die insofern leicht zu erreichen ist weil sie sich im Jugendverbänden zu erreichen sind, weil sie noch in Schulen sind.

01:01:29: also sehr viel konzentriert sich natürlich auf die Schulen wo ich mir manchmal denke das Toll, Schulen sind jetzt schon überlastet.

01:01:36: Aber lass noch mehr

01:01:37: in die Schuhe gehen

01:01:40: damit die Lehrerinnen gar nicht mehr wissen wann sie ihren Lehrplan umsetzen.

01:01:44: Also ich bin da auch manchmal so ein bisschen zurückhaltend immer alles auf die Schulen gehen ja auch mit unseren Workshops aber das kann nicht der einzige Weg sein junge Menschen zu erreichen Genau.

01:01:59: Gut, aber da spielen vielleicht doch die sozialen Medien, wenn man es mal produktiv sieht ist schon auch eine positive Rolle.

01:02:04: Absolut!

01:02:05: Du kannst Leute schon auch erreichen mit niedrigschwelligen Sachen.

01:02:08: und meine Frage ist, wenn du so wenig bist nach vorne blickst in der Zukunft.

01:02:12: einer der Kritiken, die vor allem von Älteren kommen gegenüber dem sozialen Medien ist das diese kurze Aufmerksamkeitsspannend bedienen.

01:02:19: Gartik-Doc ist ein Extremmedium.

01:02:21: Drei Sekunden Clips und so Zeug.

01:02:24: Aber wie ist denn da ein Eindruck?

01:02:25: Glaubst du, dass die sozialen Medien auch Wirkung erzielen, dass sie auch eine gewisse Vertiefung erlauben

01:02:31: oder ist das alles nur...

01:02:32: Bin das so

01:02:32: schon?

01:02:33: ne?

01:02:33: Absolut.

01:02:35: Also kann ich jetzt natürlich schwierig empirisch untermauen sondern es ist wirklich anecdotische Evidenz.

01:02:44: aber wenn ich die Teilnehmer bei unseren Workshops angeboten sehe und an den Schulen dann würde ich schon behaupten dass die Awareness bei jungen Menschen irgendwie auch die Tiefe, was gerade in so einem politischen Debatten stattfindet viel größer ist als es bei mir war.

01:03:07: Würde ich behaupten...

01:03:08: Da müsste er gegenüber mir noch viel tiefer sein!

01:03:11: Also ich würde schon behaupte also an der Kommunikationswissenschaft redet man ja davon Als dann irgendwie der Fernseher kam und TV so ein Riesensingen wurde, hat man ja auch irgendwie analysiert.

01:03:28: Es gibt die Wissenskluffthese wie hat Zeitung und Fernsehen?

01:03:33: Und natürlich wäre sehr viel Zeitung ließ und auch regelmäßig Zeitungen ließ hat vertieftes Wissen also weil man eben noch mal mehr in Hintergründe etc.

01:03:44: geht.

01:03:44: nichtsdestotrotz hat der Fernsehen aber insgesamt mehr Menschen auch noch mal mitgenommen in Debatten.

01:03:52: Also ich war nicht nur auf das Zeitunglesen angewiesen, sondern ich konnte eben die Tagesschau sehen und ich wusste vielleicht dann nicht in der Tiefe was passiert jetzt?

01:04:00: oder was sind jetzt die ganzen Hintergründe des... Krieges XY oder der Wirtschaftskrise XY.

01:04:09: Aber ich wusste, es findet irgendwie statt und es hat irgendwie eine Auswirkung

01:04:12: auf mich.

01:04:12: Ich glaube auch nicht die Talkshows können auch eine Bildungsfunktion haben, eine Motivationsfunktion

01:04:18: und

01:04:19: spezielle Magazine wobei Fernsehen des Linearmedium natürlich

01:04:23: bei Ihnen gleicher hat das.

01:04:24: Das ist jetzt so ein Burg ist

01:04:27: ne?

01:04:29: noch statt.

01:04:29: wenn die Eltern irgendwie lineares fernsehen irgendwie zuhause haben dann wird natürlich auch mal reingeschaltet und durchgesetzt.

01:04:37: aber grundsätzlich informieren sich junge leute über soziale medien das heißt die organisation etc.

01:04:46: genau müssen in die sechs

01:04:48: fünf zoll ja.

01:04:50: aber es ist also junge menschen dass sagen sie eben auch und dieses bedürfnis formulieren sie sehr aktiv dass sie sagen so hey Wir haben Interesse an journalistischen, qualitativen Informationen.

01:05:02: Also das Interesse ist da!

01:05:05: Sie sagen kommt halt nur gerne auf die Plattform, auf der wir sind und bereitet das bitte auch vielleicht so auf... dass es nicht langweilig ist.

01:05:13: Na super, jetzt sind wir in Richtung Ende und wir müssen uns auch aufhören gleich.

01:05:16: also vielleicht hast du die Chance jetzt kannst du irgendwas nur was loswerden?

01:05:20: Was muss noch gesagt werden?

01:05:21: damit ist die Massen erfahren wobei Massen wären es jetzt nicht sein die uns zu hören aber vielleicht doch der eine oder andere.

01:05:27: das ist ja auch ein Format was wir jetzt hier machen was wir genau aus dem Grund machen weil meine Erfahrung ist die Podcastformat.

01:05:34: ich habe bald morgen mit meinen alten Kollegen der meint Ich hör mir keine Podcast an Da geht auch Schade für dich.

01:05:40: Aber ah, aber Freunde, die hören sich ständig Podcasts.

01:05:44: Die einen machen beim Dauerlaufen und hören sie Podcast an, anders beim Auto.

01:05:47: Es gibt einfach unterschiedliche ... Wir haben einfach eine vielfältigere Wahrnehmungskultur in der heutigen Zeit.

01:05:53: Ja, eine

01:05:53: viel-vielfältiggere Medienlandschaft oder Mediennutzungslandschaft.

01:05:59: Dann muss man sagen, der Vorteil wieder von der Podcastformanz ist der.

01:06:02: Du kannst zum Beispiel problemlos kurz mal unterbrechen weil du klingelter Postboote an der Tür oder du musst jetzt irgendwas erledigen dann hörst du nachher weiter, das kannst du ja machen.

01:06:10: Also wenn du jetzt dabei bist und uns zugehört hast, du hättest vielleicht zwischendurch schon mal unterbrochen.

01:06:15: aber wir kommen jetzt trotzdem zum Schluss und sag nur irgendwas was du noch loswerten willst?

01:06:20: Was willst du noch lossern?

01:06:21: Zum Thema Jugend, da fehlst du doch nicht.

01:06:23: unser Thema heute

01:06:24: verdammt nochmal.

01:06:26: Demokratie durch Jugend!

01:06:28: Haben wir

01:06:29: uns kurz vorhin ausgedacht.

01:06:31: Demokratied durch Jugend.

01:06:31: Ja, was fällt dir noch ein dazu?

01:06:35: Wir haben ja schon total vieles angesprochen.

01:06:38: Ich glaube, ich könnte auch noch eine Stunde weiter reden.

01:06:40: also vieles habe ich noch nicht angesprochen vielleicht was es so ein bisschen zusammenfasst.

01:06:46: letztendlich brauchen junge Menschen auch Räume räumen sich ausdrücken räume sich zu beteiligen Räime mitzusprechen und oft sind junge Menschen von diesen Räumen strukturell ausgeschlossen.

01:07:02: Auch Medien Also die Jugendresse versuchen Das ist ja unser Ziel, junge Menschen an diesen medialen Debatten zu beteiligen und da Räume zu schaffen wo Jugend eigene Medien stattfinden oder auch junge Menschen Zugang zum Journalismus finden.

01:07:18: Aber grundsätzlich ist das erst mal eine Zugangsheraufforderung überhaupt Medien.

01:07:23: also wenn ich jetzt auch an die etablierte öffentliche Debatte denke weil es braucht irgendwie eine Ausbildung des Enchants etc... Auch Politik sind Jugendliche erst mal strukturell von ausgeschlossen, weil gerade wenn sie noch in der Schule sind.

01:07:37: Sie sind eben in der Schule, sie sind keine Berufspolitikerinnen die brauchen erstmal Zeit und Ressourcen sich zu beteiligen.

01:07:44: Sie brauchen auch eben vielleicht pädagogische Bekleidung um sich zu beteiligen, um erstmal auch das zu lernen.

01:07:51: also Vielleicht ist einfach mein Wunsch

01:07:57: Struktur

01:07:57: abzubauen Vielleicht schaut jeder mal bei sich, wo auch immer er sie arbeitet.

01:08:04: Wo gibt es eigentlich Strukturen?

01:08:07: Wo Jugendliche und junge Perspektiven strukturell ausgeschlossen werden?

01:08:12: Kann ich diese Strukturn abbauen?

01:08:14: Kann Ich Möglichkeiten schaffen um nicht nur über Jugend zu reden sondern mit Jugend zu Reden?

01:08:21: Und damit meine ich auch verschiedene Jugendliche denn Die Jugend gibt es nicht.

01:08:25: Es gibt genauso viele jugendliche, wie's... Also nicht so viel jugendlich in der Zahl, wie es Erwachsenen gibt aber ist genau so vielfältig, hat genauso vielfaltige Interessen und Bedürfnisse.

01:08:36: Und ich glaube auch Wir haben so ein Bild von Jugend das immer dann bedient wird wenn irgendwas schlechtes.

01:08:47: Und gleichzeitig soll Jugend auch immer ganz viel lösen Irgendwie, wenn es darum geht Zukunft Deutschland.

01:08:54: Zukunft Politik wasso besser?

01:08:56: Ja da müssen wir die Jugend mehr einminden.

01:08:58: Die sollen mal Zukunftsvision formulieren.

01:09:01: Ich denke mir also bei der Werflichtdebatte werden sie nicht beteiligt.

01:09:06: Sie sollen irgendwie mehr leisten.

01:09:08: Sie haben keine Job.

01:09:09: Also weniger Rente kriegen.

01:09:11: Genau, sondern weniger Rnte kriegen dürfen irgendwie nicht wählen oder erst ab achtzehn wählen In der Politik bis sie aufgestellt werden für Wahlen, müssen sich ganz schön durchboxen.

01:09:25: Durch die Parteienlandschaft und werden immer wieder ... Ja, die Erfahrung musst du doch erst mal mitbringen und lernen doch erst einmal.

01:09:31: Vertröstet?

01:09:32: Werden vertröstet also gleichzeitig sollen sie irgendwie alles ausbaden.

01:09:37: Also das natürlich ein junger Mensch irgendwann sagt.

01:09:40: Also vielen Dank aber ich bin bisschen ungedotig und ich kann nicht die Welt retten ungleichzeitig mehr machen.

01:09:47: Schwierig, schwierig!

01:09:51: Habt irgendwie ein positiveres Bild von Jugend, trau dem was zu.

01:09:56: Die haben Ahnung die wissen was sie machen und selbst wenn Sie es nicht wissen dann besteht ihnen zu Fehler zu machen.

01:10:04: Soll auch per Erwachs bei älteren so einem Fehler vorkommen habe ich gehört?

01:10:07: Ja ich würde jetzt auch nicht behaupten dass jeder Mensch der gerade in der Politik ist oder auch jeder Journalist der die kompetenteste Person im Raum ist

01:10:16: Okay also das ist dein Fazit ist jugend.

01:10:20: Demokratie durch Jugend bedeutet natürlich auch eine gewisse Fehlerfreundlichkeit, aber irgendwie das Wagen ist und bedeutend natürlich auch Plätze zu finden.

01:10:27: Ich meine ich habe zum Beispiel vielleicht meine Schlesbischüss-Bemerkung.

01:10:31: Ich hatte versucht jetzt mal in dem Podcast meine junge Leute anzusprechen, mal mitzumachen.

01:10:36: Ah trauen sich nicht!

01:10:38: Also einer der... Und deshalb bin ich froh dass wir es heute gemacht haben.

01:10:40: und du bist jetzt an der Grenze der Jugend.

01:10:43: Aber du bist ja auch ein Funktionär im Fass schon.

01:10:45: Eigentlich bist du ja in einem Geschäftsführer.

01:10:48: Ich bin jetzt Berufsjugendlächer.

01:10:49: Ja, Berufsjugende,

01:10:50: genau!

01:10:51: Aber ich will doch mal auf die Rauswählung istkel.

01:10:52: Ich glaube so wie schafft man die Schwelle lockerer zu machen?

01:10:56: Wie kann man Menschen einbeziehen und ihnen einfach einen Forum bieten?

01:11:00: Ich glaube deshalb fand ich die Jugendpartie gar kein schönes Forum.

01:11:03: eine gute Sache, ein gutes Format.

01:11:05: Wir lamentieren uns nicht darum wie es weitergeht mit dem Format aber wir sagen das dass wir... was habe ich noch irgendwas Nettes zu sagen?

01:11:14: Ich sage jetzt einfach mal das Thema Demokratie durch Jugend gefällt mir, in der ich darüber rede.

01:11:20: Umso mehr gefällt es mir und umso mehr finde ich das wichtig, dass wir die jungen Leute, die unterschiedlich sind.

01:11:25: Ich meine zwischen den fünfzehn-, vierzenjährigen und dem achtendzwanzigjährigen oder einer ist ein großer Unterschied, unterschiedliche Lebensphasen.

01:11:32: Aber dass wir auf jeden Fall diese große Gruppe unserer Gesellschaft in der demokratie entwickeln immer ernst nehmen.

01:11:37: Das ist glaube ich ein ganz wichtiges Thema.

01:11:38: Ja?

01:11:39: Da sind wir uns wirklich einig!

01:11:40: Und ja jetzt liebe Sofia möchte ich dir ganz herzlich danken für die Stunde Geduld, die du hattest.

01:11:47: Das war für mich selber auch was Neues, weil wir jetzt in so einem Studiositzen habe ich noch nicht gemacht.

01:11:53: Einerseits finde ich gar nicht schlecht hier und man hat das Gefühl dass man ein bisschen konzentriert ist aber es ist auch anstrengend.

01:11:59: Du musst da richtig die Konzentrieren.

01:12:01: Man ist so umgeben von Schwärze.

01:12:03: Also ihr seht im Fernseher gar nicht so.

01:12:05: Aber ich merke das.

01:12:07: Und nur richtiges diffuses Licht hier oben.

01:12:09: Warum?

01:12:09: Ganz herzlichen lang lieben Sophia!

01:12:11: Für das schöne Gespräch Und das war Folge Achtzehn des Podcasts.

01:12:21: Der Podcast hat den Namen Fortschritt, der ISE Podcast Gespräche über soziale Nachhaltigkeit und was sonst wirklich wichtig ist die heutige achtzehnte Folge.

01:12:34: bitte mir sich dem Thema Demokratie durch Jugend mein.

01:12:39: unser Gast war

01:12:43: Sophia Hofer.

01:12:45: Nein, das würde ich versuchen... ob ich Sophia, ob ich dich mit ein bisschen mit dem Titel nochmal sage?

01:12:50: Aber gut sag' ich, Sophia Hover Geschäftsführerin der Jugendpresse Deutschland EV und ich danke dir!

01:12:58: Ich danke dir an den Endgeräten und freue mich wenn du uns beim nächsten Podcast wieder besuchst.

01:13:08: Danke!

01:13:09: Vielen Dank.

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